UNERSCHROCKEN 2: I'm a Survivor!

Hurra! Der zweite Band Unerschrocken ist da! Ich war ja schon nach dem ersten Band (Rezension hier) so außer mir vor Begeisterung, dass ich den zweiten gar nicht abwarten konnte, und endlich ist er da! Und was soll ich sagen? Auch dieses Mal haben mich alle fünfzehn Geschichten begeistert, aber ehrlich gesagt auch wieder dazu gebracht, ein paar Tränchen zu verdrücken. Denn die unerschrockenen Mädels hier hatten nicht nur mit dummen Vorurteilen und sogenannten Traditionen zu kämpfen, sondern (viel zu oft! Arghh!) auch mit Demütigungen und körperlichen Übergriffen. Das ist dann teilweise schon harter Tobak, wenn der frisch verheirateten, zehnjährigen (!) Phoolan Devi „gezeigt“ wird, was ein Ehemann ist...

Aber genau hier zeigt sich die Stärke und Leistung von Pénélope Bagieu: auch solche dunklen Momente sensibel in Wort & Bild einzufangen und immer wieder auf die Wut und den Kampfgeist zurückzukommen, der die taffen Ladies angetrieben hat und sie schließlich das hat werden lassen, wovon sie geträumt haben: Langstreckenläuferin, Banditenkönigin, Puppenstuppenforensikerin, Vulkanologin, Astronautin... Und vor allem: ein Vorbild <3

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Die Abenteuer von Autistic-Hero-Girl: <3

Ok Leute, ich bin hellauf begeistert. Und ein wenig verwirrt. Hilfe! Denn die kurzen Geschichten von Autistic-Hero-Girl und ihrem flauschigen Sidekick (ein Fuchs! Putzig!) hab ich sofort in mein Herzchen geschlossen. Ich warte ja tatsächlich auch jeden Tag darauf, dass mein Plüsch-Kirby mir mal antwortet und sich mit mir verwegen in Abenteuer stürzt, aber bisher lächelt er nur stumm vor sich hin. Mist.

Verwirrt bin ich aber, weil ich mich hier in vielen (tatsächlich sehr vielen) Situationen wiedergefunden habe. Hm. Steckt deshalb auch in mir ein Hauch Asperger-Autismus? Ich weiß es nicht. Vielleicht ist das aber auch gar nicht wichtig. Vielleicht haben wir alle einfach mehr gemeinsam, als man manchmal so denkt. Denn gerade Autismus - das habe ich zumindest schonmal gelernt - ist facettenreicher als man als Außenstehender vermutet. Oder besser gesagt: als Nicht-Wissender. Denn ja, ich gebe zu: Auch ich dachte bei dem Begriff Autismus als erstes an verrückte-Zahlenketten-merken-können und Landschaftsbilder-aus-dem-Gedächtnis-malen. Gnah. Ich lag ja so falsch...

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SECRET EMPIRE: T-Rex vs. Hydra

Hach ja, die Welt ist auch nicht mehr das, was sie mal war... Hydra ist am Drücker! Uff. Viel weiter möchte ich jetzt auch nicht näher auf Secret Empire eingehen, in Deutschland sind ja noch nicht alle Teile veröffentlicht. Aber nun, ich bin ja nicht unbedingt ein geduldiger Mensch und als ich den Sonderband mit Devil Dinosaur auf dem Cover erblickte, ei, da musste ich zuschlagen. Und die gute Nachricht: Man kommt sogar ganz gut mit, auch wenn man in Bezug auf Secret Empire noch nicht up to date ist. Hurra!

Und die schlechte Nachricht? Hm, nun... ich das das Gefühl, dass man Daisy Johnsons aka Quake kennen sollte. Bzw. würde die Lektüre dann sicher mehr Spaß machen. Leider kannte ich die gute Frau nicht so wirklich. Aber gut: Ich bin ja selbst schuld, wenn ich es immer noch nicht geschafft habe Agents of S.H.I.E.L.D. zu gucken. Gnah.

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JEFF LEMIRE: Liebe.

Jeff Lemire. Was ein Mann! Seit Sweet Tooth hab ich ein Äuglein auf ihn geworfen, denn das war ein Comic, den ich nicht so schnell vergessen konnte. Und nun gibt es gleich doppelt Nachschub: Black Hammer und der Unterwasser-Schweißer. Unterschiedlicher könnten die beide Bände auf den ersten Blick nicht sein. Und beim zweiten? Da findet sich tatsächlich eine Gemeinsamkeit. Denn in beiden Bänden geht es - irgendwie, irgendwann - um Liebe. Und Familie. Im Fall von BLACK HAMMER auf den ersten Blick um eine verrückte Mischung aus den Fantastic Four und der Addams Family. Gefangen auf dem Land. Aber glaubt mir, die wächst einem schneller ans Herz, als man will...

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MYRE 1: Ich habe einen Drachen. Und ich werde ihn benutzen!

Ich bin ja eigentlich nicht so der Riesen-Fantasy-Fan. Eigentlich. Denn es gibt immer wieder Filme oder Comics, die mich richtig begeistern. Und ja, ich gebe es zu: Ich habe eine Schwäche für Drachen, Tiere im Allgemeinen und taffe Frauen. Und was erblicken meine Glupschäuglein auf dem Cover von MYRE? Einen Drachen! Eine Fuchsfrau! Toll! Musste ich haben. Denn tierische Protagonisten erobern mein Herz meist im Sturm. Gut, nach den ersten Seiten wird zwar schnell klar: das hier ist nicht Entenhausen. Aber wenn ihr Fantasyfan seid (oder auch nicht) und Geschichten wie BLACKSAD mögt - dann seid ihr hier richtig.

MYRE, bzw. die Chroniken von Yria, entführen in diesem ersten Band (fünf weitere sollen folgen) euch in eine krarge Welt, in der ein - sagen wir mal - eher robuster Umgangston herrscht. Nicht ganz leicht für eine Fuchsdame wie Myre. Oder?

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