JOE SHUSTER: Für 135 Dollar

Wisst ihr, jeder hat ja ein paar geheime Träume. Ich träume ja - unter anderem - davon, beim Stöbern auf einem Flohmarkt mal eine richtige Comic-Rarität zu entdecken. Zum Beispiel eine Erstauflage von Action Comics 1. Das wär's! Denn würde ich so ein Heft finden, wäre ich nicht nur sehr glücklich, sondern auch sehr reich. So um die 3,2 Millionen Dollar. Das ist nämlich die Summe, die 2014 der Ausruf „3, 2, 1... Meins!“ gekostet hat, als eine Ausgabe des ersten Superman-Heftes online versteigert worden ist. Puh. Ganz schön verrückt. Und auch ein bißchen traurig, wenn man die Geschichte der beiden Schöpfer von Superman, Joe Shuster und Jerry Siegel, kennt. Die haben zwar quasi den ersten Superhelden überhaupt erschaffen, hatten aber die längste Zeit ihres Leben quasi gar nichts davon... Wie auch, wenn man aus Unwissenheit die kompletten Rechte abgibt: für schlappe 135 Dollar.

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BATMAN vs. ALIENS: HSSSSSSSS...

Ich liebe ALIENS! Hach, diese knuffigen sabbernden Xenomorphen, ich könnte sie drücken! Nah, besser nicht. Aber Batman, der würde eine Umarmung überleben. Oder? Nun. Wir werden es herausfinden...

Eigentlich hab ich die Batman vs. Aliens-Reihe ja schon mal vor ein paar Jahren gelesen, aber sie nun so hübsch gebündelt in einem Paperback erleben zu dürfen, ist schon was feines. Und zu diesem Anlass hab ich mein Glupschäuglein nochmal reingeworfen. Und ach, wenn ich schon mal dabei bin, kann ich auch noch Green Lantern vs. Aliens und Superman vs. Aliens aus dem Regal kramen, oder? Eben. Welcher der Bände nun mein Favorit ist, erfahrt ihr gleich. 

Oh, und falls ihr von noch mehr ALIENS-Crossovern wisst, lasst es mich wissen! Ich mag die ja wirklich gern, die kleinen Racker!

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Das ist ja wohl der Horror!

Falls es bei euch auch grad Gewitter gibt, nutzt die Chance! Denn was gibt es schöneres, als sich bei Blitz & Donner mit einem guten Gruselbuch unter die Decke (obwohl, bei der Hitze lieber auf die Decke) zu verkrümeln und sich mal wieder gepflegt zu gruseln? Gut, mir würden grad auch spontan mindestens zehn andere Sachen einfallen (Eis in jeder Variation spielt dabei erstaunlich oft eine Rolle... Hüstel), aber nun! Da ich schon als Kind gerne Gruselgeschichten gelesen hab und in letzter Zeit ein paar Bände rausgekommen sind, mit denen ich meine Liebe für Comics und Gruselgeschichten quasi gleichzeitig pflegen kann, dachte ich, ich wage es mal!

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SUPERGIRL: Also irgendwie... hm.

Puh. Ich verrate euch jetzt direkt mal ein schmutziges Geheimnis (gut, gleich ist es keins mehr. In 3, 2, 1...): Das hier ist die erste Rezension eines Comics, den ich nicht zu Ende gelesen habe. Schluck. Jetzt ist es raus. Shame! Shame! Shame! Aber liebe Leute, nachdem ich mich mehr - meistens weniger - begeistert durch 2/3 des Bandes durchgekämpft hatte, war wirklich auch das letzte Fitzelchen Optimismus verbraucht und ich habe aufgegeben. Nun. Lag es an mir? Oder an Supergirl? Vielleicht beides... 

Der Fairness halber möchte ich erwähnen, dass ich das Schicksal der Super-Familie meist nur am Rand mitverfolge. Irgendwie fliegen in meinem Herzchen doch eher Fledermäuse im Mondschein umher als rote Stiefelchen bei Sonnenschein. Aber trotzdem finde ich den Charakter eigentlich spannend und wollte es mal probieren. Es gab ja auch durchaus ein paar gute Momente...

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FRIDA KAHLO: Inside I'm Dancing

Ich hatte mir ja schon letztes Jahr wild und entschlossen vorgenommen, mich mehr mit Kunst zu beschäftigen. Natürlich in Comic-Form. Jawoll! Nach MAGRITTE und Katzen in der Kunst (finde Meownardo da Vinci übrigens immer noch witzig, ich steh dazu) ist nun Frida Kahlo dran. Meine Güte, ich hatte ja keine Ahnung... Soviel sei verraten: Es war wirklich einiges los im Leben dieser Frau. Einiges!

Zum Einstieg könnt ihr entweder die softe Kinderbuch-Variante wählen, in der harmlos Fridas bunte Haustierwelt beleuchtet wird und die dunklen Phasen im Leben nur sehr behutsam gestreift werden oder euch gleich die volle Dröhnung geben. Mit ganz viel Leidenschaft, Schmerz, Sex, Blut und allem, was das Leben so zu bieten hat. Heidewitzka, ich hatte wirklich keine Ahnung...

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UNERSCHROCKEN 2: I'm a Survivor!

Hurra! Der zweite Band Unerschrocken ist da! Ich war ja schon nach dem ersten Band (Rezension hier) so außer mir vor Begeisterung, dass ich den zweiten gar nicht abwarten konnte, und endlich ist er da! Und was soll ich sagen? Auch dieses Mal haben mich alle fünfzehn Geschichten begeistert, aber ehrlich gesagt auch wieder dazu gebracht, ein paar Tränchen zu verdrücken. Denn die unerschrockenen Mädels hier hatten nicht nur mit dummen Vorurteilen und sogenannten Traditionen zu kämpfen, sondern (viel zu oft! Arghh!) auch mit Demütigungen und körperlichen Übergriffen. Das ist dann teilweise schon harter Tobak, wenn der frisch verheirateten, zehnjährigen (!) Phoolan Devi „gezeigt“ wird, was ein Ehemann ist...

Aber genau hier zeigt sich die Stärke und Leistung von Pénélope Bagieu: auch solche dunklen Momente sensibel in Wort & Bild einzufangen und immer wieder auf die Wut und den Kampfgeist zurückzukommen, der die taffen Ladies angetrieben hat und sie schließlich das hat werden lassen, wovon sie geträumt haben: Langstreckenläuferin, Banditenkönigin, Puppenstuppenforensikerin, Vulkanologin, Astronautin... Und vor allem: ein Vorbild <3

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SECRET EMPIRE: T-Rex vs. Hydra

Hach ja, die Welt ist auch nicht mehr das, was sie mal war... Hydra ist am Drücker! Uff. Viel weiter möchte ich jetzt auch nicht näher auf Secret Empire eingehen, in Deutschland sind ja noch nicht alle Teile veröffentlicht. Aber nun, ich bin ja nicht unbedingt ein geduldiger Mensch und als ich den Sonderband mit Devil Dinosaur auf dem Cover erblickte, ei, da musste ich zuschlagen. Und die gute Nachricht: Man kommt sogar ganz gut mit, auch wenn man in Bezug auf Secret Empire noch nicht up to date ist. Hurra!

Und die schlechte Nachricht? Hm, nun... ich das das Gefühl, dass man Daisy Johnsons aka Quake kennen sollte. Bzw. würde die Lektüre dann sicher mehr Spaß machen. Leider kannte ich die gute Frau nicht so wirklich. Aber gut: Ich bin ja selbst schuld, wenn ich es immer noch nicht geschafft habe Agents of S.H.I.E.L.D. zu gucken. Gnah.

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JEFF LEMIRE: Liebe.

Jeff Lemire. Was ein Mann! Seit Sweet Tooth hab ich ein Äuglein auf ihn geworfen, denn das war ein Comic, den ich nicht so schnell vergessen konnte. Und nun gibt es gleich doppelt Nachschub: Black Hammer und der Unterwasser-Schweißer. Unterschiedlicher könnten die beide Bände auf den ersten Blick nicht sein. Und beim zweiten? Da findet sich tatsächlich eine Gemeinsamkeit. Denn in beiden Bänden geht es - irgendwie, irgendwann - um Liebe. Und Familie. Im Fall von BLACK HAMMER auf den ersten Blick um eine verrückte Mischung aus den Fantastic Four und der Addams Family. Gefangen auf dem Land. Aber glaubt mir, die wächst einem schneller ans Herz, als man will...

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MYRE 1: Ich habe einen Drachen. Und ich werde ihn benutzen!

Ich bin ja eigentlich nicht so der Riesen-Fantasy-Fan. Eigentlich. Denn es gibt immer wieder Filme oder Comics, die mich richtig begeistern. Und ja, ich gebe es zu: Ich habe eine Schwäche für Drachen, Tiere im Allgemeinen und taffe Frauen. Und was erblicken meine Glupschäuglein auf dem Cover von MYRE? Einen Drachen! Eine Fuchsfrau! Toll! Musste ich haben. Denn tierische Protagonisten erobern mein Herz meist im Sturm. Gut, nach den ersten Seiten wird zwar schnell klar: das hier ist nicht Entenhausen. Aber wenn ihr Fantasyfan seid (oder auch nicht) und Geschichten wie BLACKSAD mögt - dann seid ihr hier richtig.

MYRE, bzw. die Chroniken von Yria, entführen in diesem ersten Band (fünf weitere sollen folgen) euch in eine krarge Welt, in der ein - sagen wir mal - eher robuster Umgangston herrscht. Nicht ganz leicht für eine Fuchsdame wie Myre. Oder?

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Im Weltall ist die Hölle los!

Tja, alte Liebe rostet nicht, nech? Seitdem ich denken kann, hege ich eine gewissen Sympathie für die unendlichen Weiten des Weltalls: Als Kind beim Gucken von Saber Rider oder beim Lesen vom Lustigen Taschenbuch (kann mich auf jeden Fall an eine Geschichte von Micky und Gamma erinnern, hach ja). Und nun, etliche Jahre später, hege und pflege ich diese Liebe weiter. Nicht nur mit dem Silver Surfer, sondern auch mit dem brandneuen Ausgaben vom Lustigen Taschenbuch: GALAXY. Whoop Whoop! 

Und soviel sei verraten: Bei einem Comic hab ich wirklich viele Tränchen verdrückt, so schön war das. Schnüff. Welcher das war..?

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INFINITY GAUNTLET: Last Minute

Huch, so langsam drehen ja alle durch. Die einen vor Vorfreude, die anderen schon vor Begeisterung. Toll! Ich freu mich auch wie Bolle, werde Infnity War allerdings erst am Montag gucken können. Gnah! Aber gut, hilft ja nix. Dafür habe ich mir vorher aber nochmal wichtige Lektüre reingezogen. Aber muss man das eigentlich? Muss man Infinity Gauntlet gelesen haben, um den Film in vollen Zügen genießen zu können? Nun. Das kann ich euch Montag sagen. Harhar. Aber bis dahin gibt's hier eben eine 100 Prozent (Film-)spoilerfreie Rezension von Infinity Gauntlet. Komplett unbeeinflusst vom Film. Ha! Ist doch auch mal was.

Und soviel sei verraten: Infinity Gauntlet hat meine Vorfreude auf jeden Fall nochmal mächtig angeheizt. Ich hatte den Klassiker ja schonmal vor Ewigkeiten gelesen, aber jetzt tatsächlich viel mehr Spaß als damals... Warum?

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SUPERMAN: American Alien

Oha. Diesen Superman-Band wollte ich eigentlich schon vor Ewigkeiten lesen (und natürlich rezensieren! Hüstel), aber irgendwie wanderte er auf meinem Stapel immer weiter nach unten. Liegt vielleicht daran, dass ich Batman und Wonder Woman einfach lieber mag. Und zwar nicht „nur“ den Charakter als solches, sondern auch - und vor allem - die Bösewichte. Aber hey, ich wollte Supie trotzdem mal eine Chance geben und dachte mir, AMERICAN ALIEN könnte vielleicht ein neues Licht auf den guten Mann werfen. Immerhin handelt es sich hier um einen wilden Ritt durch Supermans - bzw. Clarks - Biografie. In sieben abgeschlossenen Geschichten wird jeweils ein Moment in Supies Werdegang beleuchtet. Ob das Mäuschen spielen Spaß gemacht hat?

Ja! Oder besser gesagt: Jein. Denn den meisten Spaß hatte ich tatsächlich beim Zusammenprall mit Batman. Überraschung! Aber die Story PAPAGEI lohnt sich wirklich allemal, oder habt ihr Superman schonmal angetüdelt gesehen? Eben.

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WONDER WOMAN 4: Und nu?

Hach, was habe ich die Rebirth-Wonder Woman von Greg Rucka geliebt. Götter! Lügen! Cheetah! So toll war das, vor allem der dritte Band war ja mal der Hammer. Und entließ mich sehr glücklich und - vor allem - mega gespannt auf den Fortgang der Geschichte. Denn Diana hatte zwar endlich die Wahrheit entdeckt, aber zack, ist ihr Cheetah wieder ausgebüxt. Und Etta sauer. Hatte sich zwischen ihr und Barbara Ann doch eine kleine zarte Romanze angebahnt... Hach. Toll war das alles! War? Wieso spricht die Frau von war?! Tjoa... Ihr ahnt es. Greg Rucka ist weg. Dafür kommt nun James Robinson. Aber halt, erst ist noch die gute Shea Fontana dran. Und die macht leider nicht da weiter, wo Rucka aufgehört hat...

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ROSE: Hear me roar!

Mhm... Viellleicht bin ich ein wenig simpel gestrickt, aber als meine Äuglein das Cover von ROSE erblickten, spielten meine Synapsen ein wenig verrückt. Kindheitserinnerungen wurden spontan wach, kommt es doch auf den ersten Blick wie eine Mischung aus XENA und He-Man (bzw. She-Ra) daher. Klingt ein bißchen nach Fantasy-Mischmasch, aber ach, ich musste einfach zuschlagen. Und ich hab es nicht bereut! Aber gut, bei Meredith Finch kann man sich ja mal ein Herzchen fassen, immerhin hat die sich ja schon gut um Wonder Woman und XENA gekümmert.

Was den Tapferkeitsgrad angeht, könnte unsere Rose hier zwar locker mit den beiden kriegerischen Damen mithalten, was die tatsächlichen Kampfkünste betrifft, allerdings (noch) nicht. Noch lange nicht. Hüstel. Xena würde wahrscheinlich vom Pferd fallen, wenn sie mit ansehen müsste, wie Rose ein Schwert hält... Aber gut, warum sollte sie auch? Immerhin war bis Seite sieben für Rose die Welt noch (halbswegs) in Ordnung. Gut, dass die Magie verboten ist, wusste sie zwar, aber dass da gleich das ganze Dorf niedergebrannt wird, nur weil man kurz ein bißchen was im Wald ausprobiert, das konnte wirklich niemand ahnen. Blöd. Denn früher, als die Welt noch in Ordnung war, sorgten sogenannte Guardians - zusammen mit ihren tierischen Begleitern - für Frieden, Liebe und Heiterkeit im Land. Naja, zumindest für Frieden. 

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BOUNTILUS: Eingetintet!

Der Weltraum, unendliche Wei... jaja, hat man auch schon huntert Mal gehört. Gnah. Aber hey, da ist soviel Platz im Weltall, da wird ja neben den Space Dumplins, Planet Express und der USS Ente (unterwegs in Coldmirrors StarStarSpace, ich liebe es <3) ja wohl noch Platz sein für eine weitere schräge Crew. Oder? Aber sowas von!

Moment, Crew? Sind zwei schon eine Crew? Nun. Ist halt eine kleine Crew. Bestehend aus zwei Mann. Mann? Nun ja...  Eher ein schräges Pärchen: Ein dem Wein zugeneigter Captain und ein Oktopus mit nur vier Armen. Nun. Klingt doch nach einer soliden und vertrauenswürdigen Crew!? Also ich würde den beiden sofort in jeden Winkel der Galaxis folgen. Allein schon wegen der vielen Wortwitze, für die der arme Quattro (höchstwahrscheinlich) noch herhalten wird. Das hat der doch geschickt eingetintet, dieser gewitzte Comic-Autor!

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DEADPOOL KILLT SCHON WIEDER DAS MARVEL-UNIVERSUM: Wow.

Kennt ihr das Gefühl, wenn man von einem Comic gar nicht sooo viel erwartet und dann zack, positiv überrascht wird? Das war hier der Fall. Aber sowas von. Denn wie die geneigte Leserschaft bei dem Zusatz „schon wieder“ erahnt (oder weiß), hat Deadpool ja schonmal das Marvel-Universum gekillt. Das fand ich damals solide gut, aber auch nicht überragend fetzig. Hier sieht die Sache schon ganz anders aus... Denn ein erzählerischer Kniff verleiht dem mörderischen Treiben hier eine gar tragische Komponente. Toll!

Ich denke, ich spoiler gleich nicht zuviel, wenn ich ein wichtiges Detail der Geschichte verrate, aber falls ihr wirklich komplett ahnungslos dem Twist entgegenlesen wollt, würde ich an eurer Stelle nicht auf den Artikel klicken (oder eben danach). Denn eine entscheidende Kleinigkeit verrate ich schon. Na? No risk, no fun...

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IKON: Die meisten Denkmäler sind hohl

Nun, dieser schlaue Satz stammt leider nicht von mir, sondern von Stanisław Jerzy Lec. Ein kluger Mann! Anscheinend. Und zack, wären wir auch schon beim Pudels Kern, denn um Schein & Sein geht es auch in IKON. Meine Güte, heute haue ich aber auch ein literarisches Zitat nach dem anderen raus, huh!

Das rührt wahrscheinlich daher, dass meine grauen Zellen nach der Lektüre von IKON ganz außer sich sind. Vor Freude. Beim Lesen denkt man nämlich die ganze Zeit „Ach herrje! Nein! Oh je...“ um dann am Schluß festzustellen, dass die Realität tatsächlich mindestens genauso verrückt ist. IKON ist Wahninn. Wortwörtlich!

Es fängt auch schon recht dramatisch an... Ein junger Mann, Gleb Botkin, möchte seinem Leben ein Ende setzen. Er ist der Sohn des Leibarztes des russischen Zaren und sieht nach dem Miterleben der Oktoberrevolution keinen Sinn mehr in seinem Leben. Ohne seine Anastasia, seine Spielkameradin. Die hatte als Zarentochter (schon aus Prinzip!) ja keinen besonders guten Stand bei den Revolutionären. Und ohne sie macht für Gleb alles keinen Sinn mehr. Aber nun: erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Das muss auch Gleb schmerzhaft am eigenen Leib erfahren...

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VOM VERSCHWINDEN DER TIERE

Kennt ihr diese Momente, in denen ihr schon von vorherein wisst, dass ihr etwas richtig toll finden werdet? Ich hab das manchmal. Denn als ich gesehen hab, dass Studierende der Münster School of Design einen Band herausgebracht haben, den sie ausgestorbenen Tierarten gewidmet haben, war mein Herzchen sofort in Wallung. 276 Seiten. Nur Tierarten, die durch das Zutun des Menschen ausgestorben sind. Und die nie wieder kommen: Von sympathischen Tierchen wie dem Dodo über den St. Helena-Riesenohrwurm oder dem Hasenkänguru. Hasenkänguru!? Mon Dieu! Es gab mal Hasenkängurus! Wie gern hätte ich die mal gesehen... Tjoa. Wird nix. Sind ja leider ausgestorben. Und daran kann man jetzt auch nichts mehr ändern. Es sei denn, man findet irgendwo einen Bernstein mit einer Mücke, die mal ein Hasenkänguru gestochen hat... Ok. Mad Scientist-Modus off.

Aber allein die Tatsache, dass ich mindestens von der Hälfte der Tiere in diesem Buch noch nie was gehört hab, macht es meiner Meinung nach so wertvoll. Oder habt ihr schonmal vom Hopflappenvogel gehört? Eben.

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DEADPOOL: Erpel, Pirat, X-Man?!

Kennt ihr das, wenn man in den guten, alten Zeiten schwelgt? Mir geht's ja leider mit Deadpool so. Seit Daniel Way konnte mich kein Autor mehr begeistern. Sein Deadpool war halt mein erster Deadpool, vielleicht hänge ich deshalb so an ihm. Umso mehr freue ich mich ja wie Bolle darüber, dass der alte Run als Paperback neu aufgelegt wird (auch in schicken Hardcovern, mhm! Hübsch!).

Aber natürlich halte ich mein Näschen ab und zu auch in aktuelle Veröffentlichungen und hallo, Deadpool & Howard in einem Band? Bzw. in einem Körper? Mon Dieu! Da musste ich natürlich auch mal reingucken. Ob ich nun weiterhin in den alten Kamellen schwelgen will oder mich auch für was frisches erwärmen kann, erfahrt ihr hier...

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7 FRAUEN: Who run the world? Brüste!

Ok. Wow. Irgendwann bildet man sich ja ein, dass man schon alles mal gesehen hat. Ha! Nix da. Denn dann kommt der Moment, da hält man einen Band in den Händen, in dem es quasi nur um Brüste geht.

Gut, der Klappentext verspricht einem Geschichten von Frauen, ihrer Kraft und Zerbrechlichkeit. Und von ihrer Weiblichkeit an sich. Also ihren Brüsten. Sag ich doch. Und die in allen Variationen. Große, kleine, entblößte, verschmähte, verhüllte und - haltet euch fest - sogar tödliche! Wahnsinn.

Aber nun, das ist alles tatsächlich tiefgründiger, als es jetzt auf den ersten Blick klingen mag. Denn tatsächlich verbirgt sich einiges an Message hinter all den Brüsten. Denn die stehen - mal mehr, mal weniger offensichtlich - für verschiedene Aspekte des Frau seins/Weiblichkeit (na, wie ihr das halt nennen wollt). Ob es nun um das Hadern mit dem eigenen Körper (und speziell auch der Beschaffenheit der guten Stücke) geht, um das Einsetzen nackter Brüste als Zeichen von Selbstbestimmtheit oder eben gerade das Nicht-Zeigen als selbstbestimmte Handlung  - man kann einiges mit ihnen anstellen. Und vor allem: erzählen. War mir so vorher auch nicht klar.

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BATMAN: Der dunkle Prinz

So, da ist er nun, der dunkle Prinz. Huh. Ich weiß nicht, ich denke bei dem Titel zwar eher an einen kleinen Vampir als an den dunklen bösen Batman, aber jut. Dafür deutet der Name ja darauf hin, dass es hier auch um jemanden geht, der auch als Prinz bekannt ist... Den berüchtigten Clown Prince of Crime. Oder kurz: Joker. Da bin ich grundsätzlich ja dabei. Und dann auch noch so hübsch opulent in Szene gesetzt von Enrico Marini. Gnah. Toll! Zumindest auf den esten Blick.

Nicht so toll fand ich nämlich die Darstellung von Catwoman und Harley, aber dazu kommen wir später. Denn erstmal geht es hier um eine gänzlich unbekannte Dame. Mariah Shelley. Klingt ein bißchen wie Mariah Carey (thihi) und bereits nach einem TV-Interview ist die gute Frau in Gotham City auch mindestens genauso bekannt. Immerhin behauptet sie, ein Kind mit Bruce Wayne zu haben. Bäm! Unterhaltungszahlungen von Bruce Wayne, da hat man wohl ausgesorgt. Leider kann sich Bruce so gar nicht an die Nacht an mit der guten Frau erinnern. Blöd. Dafür bringt die Nachricht ganz andere Gestalten auf finstere Ideen...

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DIE DREI GEISTER VON TESLA 1: Verrückte Experimente, Blitze & Krawatten

Die drei Geister von Tesla. Nun. Ehrlich gesagt hab ich da als erstes an die Elektroautos gedacht und nicht an den Erfinder Nikola Tesla, aber gut, im Entferntesten hat der ja auch was mit Strom am Hut. Bzw. mit Elektrotechnik. Kenne ich mich null mit aus. Und naja, so ganz wird meine Bildungslücke hier auch nicht geschlossen, denn es handelt sich hier um eine fiktive Geschichte, aber hey, dafür hab ich mir nach der Lektüre den Wikipedia-Eintrag zu Tesla durchgelesen. Das ist doch auch mal was!

Und es stellte sich heraus: Nikola Tesla war eine durchaus spannende Figur. Ich meine hallo? Der Mann hat Experimente mit Blitzentladungen gemacht. Wahnsinn! Und laut Wikipedia war er auch ein bißchen verrückt. Aber was der gute Tesla mit Außerirdischen und Krawatten zu tun hatte, erfahrt ihr gleich...

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GWENPOOL 2: Awkward Reality

Uh, mir ist grad aufgefallen, dass ich schon seit einiger Zeit nichts mehr von Marvel vorgestellt hab. Mon Dieu! Dabei gibt's doch gerade da einige meiner Lieblingsheldinnen: Squirrel Girl, Black Widow, Ms. Marvel, Moon Girl (die taucht bald in einem Sonderband zu Secret Empire auf, hurra!), Spider-Woman und - von einigen anderen abgesehen - neuerdings auch Gwenpool. Ich mag das bekloppte Mädchen im rosa Kostüm, das weiß, dass es eine Comicfigur ist. Bzw. ist sie zwar für uns eine, aber in ihrer Welt eigentlich ja nicht. Aber jetzt schon. Ach, das ist alles so großartig!

Und nachdem mich der erste Band schon in seinen Bann gezogen hatte, überzeugt mich der zweite sogar noch mehr. Verrückt.

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DER RISS: Glück, Wohlstand & Ehre

Beschleicht euch auch manchmal das Gefühl, dass der ganze Geschichtsunterricht in der Schule einem irgendwie nicht wirklich was bringt, wenn man das aktuelle politische Weltgeschehen verstehen möchte? Ich kann mich zwar an gefühlt 500 Stunden zur Weimarer Republik und zum 2. Weltkrieg erinnern, aber kurz nach den 50er Jahren hört's dann quasi auf. Dabei fängt viel Spannendes da ja erst an! Zum Beispiel die Idee von einem vereinten Europa, das den Einwohnern „Glück, Wohlstand und Ehre in unbegrenztem Ausmaße“ bringen sollte. Hat Winston Churchill 1946 gesagt. Und für viele Menschen außerhalb der EU war (und ist) sie in den letzten Jahren auch genau das: die Hoffnung auf ein besseres Leben.

Leider endete dieser Traum aber auch für zu viele Menschen auf einem überfüllten Schlauchboot, in einem überfüllten Zug oder einem Auffanglager. Dabei war 2017 nur der traurige Höhepunkt einer Entwicklung, die schon viel früher angefangen hatte. Der Riss setzt genau da an.

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ALL-STAR BATMAN 2: Feuer & Eis. Und ein Kreis.

Es stürmt! Und schneit! Nicht nur in vielen Regionen Deutschlands, sondern auch bei Batman. Ok. War jetzt keine Mörderüberleitung, ich geb's zu... Aber hey, apropos Mörder! (Jepp, ich tu es schon wieder...). Während sich Batman im ersten ALL-STAR Band vor allem mit Two Face herumschlagen musste, bekommt hier erstmal Mr. Freeze einen Besuch vom guten Bats abgestattet. Ja - ihr ahnt es - mehr oder weniger das übliche: eine neue Welt(ordnung) erschaffen und die alte erstmal in Schutt und Asche legen, kennt man ja so von Schurken.

Was man hingegen nicht kennt, ist die Erzählweise vom ersten Heft. Wenn ich mich richtig an den Deutschunterricht erinnere, würde man hier vom einem auktorialen (allwissenden) Erzähler sprechen: „Batman flucht. Es sind zu viele von diesen Kreaturen.“ Kann man gut finden, muss man nicht. Mich hat es eher irritiert, aber nun. Dafür sind die Zeichnungen und die Stimmung spitze, ein Hauch von 30 Days of Night weht da durch. Toll!

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