GERONIMO: Auge um Auge...

Comics sind ja an sich schon toll, aber wenn man dabei - quasi nebenbei - noch was lernt, bin ich ja völlig aus dem Häuschen. Vor allem, wenn es um prominente Persönlichkeiten geht, von denen man zwar schonmal gehört hat, aber eigentlich nicht wirklich was weiß. So gings mir bei GERONIMO. Vielleicht wäre ich - nach viel Nachdenken - noch drauf gekommen, dass er Apache war, aber dann hört es auch schon auf. Wie gut, dass sich Matz & Jef der Geschichte angenommen haben, die beiden haben ja schon bei TOMBOY ein prima Duo abgegeben. Hurra!

Laut meiner spärlichen Wikipedia-Recherche entsprechen die Ereignisse übrigens auch tatsächlich der Geschichte. Gut, soweit man das halt rekonstruieren kann, denn anscheinend gab es sogar mal sowas wie diktierte Memoiren von Geronimo, aber die wurden erst in einer Schublade versteckt und dann zensiert. Gnah! Der gute Mann hatte nämlich einiges zu erzählen...

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JACK WOLFGANG: Tofu ist auch keine Lösung...

Hach, grad hab ich aber auch einen Anthropomorphismus-Lauf... Das Wort wollte ich schon immer mal irgendwo einbauen, thihi. Check! Erst läuft mir die Fuchsfrau MYRE über den Weg, und nun ein Wolfsmann namens Wolfgang. Harhar, der Wolf heißt Wolfgang! Irgendwie gut. Kann man nix gegen sagen. Ob man das auch über das Gesamtwerk JACK WOLFGANG sagen kann? Zum Teil. Denn gegen ein so famoses Werk wie BLACKSAD - musste ich bei der Lektüre nämlich öfter dran denken - muss man erstmal ankommen. Und das schafft der gute Jack leider nicht ganz...

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SORCELINE & MASSU: Was raschelt da im Gebüsch..?.

Wie ich schon in der Rezension zu GRÜN & MACHA schrieb: Sobald sprechende Tiere, Fabelwesen und/oder Gestaltwandler und Magie im Spiel sind, ist die Tür zu meinem Herzchen schon einen Spalt weit offen ¯\_(ツ)_/¯ Ist so. Bleibt so.

Zugegeben, auf den ersten Blick scheint das Setting von SORCELINE eigentlich nicht sonderlich innovativ: Mädchen geht in die Zauberschule (Jungs-Variante: Harry Potter! Hüstel. Ältere Variante: Freaks' Squeele), trifft auf magische Wesen und lernt - hauptsächlich - was über sich selbst. Wenn es dann noch ein wenig düster wird, erinnert es zudem ein wenig an GOTHAM ACADEMY. Nun. Macht nüscht! Denn SORCELINE ist trotz der offenkundigen Adressierung an junge Leser/innen zauberhaft, spannend und mit Liebe zum Detail erzählt, hier und da erinnert es mich ein wenig an Hotel Transsilvannien <3. Ich sag nur soviel: Der moderne Vampir von heute muss tagsüber nicht mehr im Keller rumgammeln, er behilft sich mit Sonnencreme.

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DIE WELT DER SÖHNE: Trostlos. Aber gut.

Die Sonne scheint, ihr habt euch gerade gut gelaunt ein Eis geholt, den Sonnenschirm aufgespannt und überlegt, was ihr als nächstes auf der Sonnenliege schmökern wollt? Dann ist DIE WELT DER SÖHNE nichts für euch. Lasst die Eisverschmierten Fingerchen davon. Zumindest bis zum nächsten Regenschauer. Oder bis zum Abend. Denn das recht trostlose Cover macht schon deutlich, auf was für eine Stimmung ihr euch hier einstellen könnt: Irgendwo zwischen The Road, einem spontanen Besuch von Lord Voldemort und die letzte halbe Stunde Chernobyl Diaries (warum habe ich diesen furchtbaren Film eigentlich gesehen? Gnah..). In meinem liebevoll sortierten Comic-Regal habe ich jedenfalls nichts gefunden, was auch nur ansatzweise so trostlos daher kommt wie das hier. Eventuell könnte der Unterwasser-Schweisser in Bezug auf die Troslosigkeit halbwegs mithalten. Halbwegs.

Aber trotz - oder gerade - der deprimierten Grundstimmung muss man dem düsteren Wälzer eins lassen: spannend ist er!

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JOE SHUSTER: Für 135 Dollar

Wisst ihr, jeder hat ja ein paar geheime Träume. Ich träume ja - unter anderem - davon, beim Stöbern auf einem Flohmarkt mal eine richtige Comic-Rarität zu entdecken. Zum Beispiel eine Erstauflage von Action Comics 1. Das wär's! Denn würde ich so ein Heft finden, wäre ich nicht nur sehr glücklich, sondern auch sehr reich. So um die 3,2 Millionen Dollar. Das ist nämlich die Summe, die 2014 der Ausruf „3, 2, 1... Meins!“ gekostet hat, als eine Ausgabe des ersten Superman-Heftes online versteigert worden ist. Puh. Ganz schön verrückt. Und auch ein bißchen traurig, wenn man die Geschichte der beiden Schöpfer von Superman, Joe Shuster und Jerry Siegel, kennt. Die haben zwar quasi den ersten Superhelden überhaupt erschaffen, hatten aber die längste Zeit ihres Leben quasi gar nichts davon... Wie auch, wenn man aus Unwissenheit die kompletten Rechte abgibt: für schlappe 135 Dollar.

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Das ist ja wohl der Horror!

Falls es bei euch auch grad Gewitter gibt, nutzt die Chance! Denn was gibt es schöneres, als sich bei Blitz & Donner mit einem guten Gruselbuch unter die Decke (obwohl, bei der Hitze lieber auf die Decke) zu verkrümeln und sich mal wieder gepflegt zu gruseln? Gut, mir würden grad auch spontan mindestens zehn andere Sachen einfallen (Eis in jeder Variation spielt dabei erstaunlich oft eine Rolle... Hüstel), aber nun! Da ich schon als Kind gerne Gruselgeschichten gelesen hab und in letzter Zeit ein paar Bände rausgekommen sind, mit denen ich meine Liebe für Comics und Gruselgeschichten quasi gleichzeitig pflegen kann, dachte ich, ich wage es mal!

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FRIDA KAHLO: Inside I'm Dancing

Ich hatte mir ja schon letztes Jahr wild und entschlossen vorgenommen, mich mehr mit Kunst zu beschäftigen. Natürlich in Comic-Form. Jawoll! Nach MAGRITTE und Katzen in der Kunst (finde Meownardo da Vinci übrigens immer noch witzig, ich steh dazu) ist nun Frida Kahlo dran. Meine Güte, ich hatte ja keine Ahnung... Soviel sei verraten: Es war wirklich einiges los im Leben dieser Frau. Einiges!

Zum Einstieg könnt ihr entweder die softe Kinderbuch-Variante wählen, in der harmlos Fridas bunte Haustierwelt beleuchtet wird und die dunklen Phasen im Leben nur sehr behutsam gestreift werden oder euch gleich die volle Dröhnung geben. Mit ganz viel Leidenschaft, Schmerz, Sex, Blut und allem, was das Leben so zu bieten hat. Heidewitzka, ich hatte wirklich keine Ahnung...

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UNERSCHROCKEN 2: I'm a Survivor!

Hurra! Der zweite Band Unerschrocken ist da! Ich war ja schon nach dem ersten Band (Rezension hier) so außer mir vor Begeisterung, dass ich den zweiten gar nicht abwarten konnte, und endlich ist er da! Und was soll ich sagen? Auch dieses Mal haben mich alle fünfzehn Geschichten begeistert, aber ehrlich gesagt auch wieder dazu gebracht, ein paar Tränchen zu verdrücken. Denn die unerschrockenen Mädels hier hatten nicht nur mit dummen Vorurteilen und sogenannten Traditionen zu kämpfen, sondern (viel zu oft! Arghh!) auch mit Demütigungen und körperlichen Übergriffen. Das ist dann teilweise schon harter Tobak, wenn der frisch verheirateten, zehnjährigen (!) Phoolan Devi „gezeigt“ wird, was ein Ehemann ist...

Aber genau hier zeigt sich die Stärke und Leistung von Pénélope Bagieu: auch solche dunklen Momente sensibel in Wort & Bild einzufangen und immer wieder auf die Wut und den Kampfgeist zurückzukommen, der die taffen Ladies angetrieben hat und sie schließlich das hat werden lassen, wovon sie geträumt haben: Langstreckenläuferin, Banditenkönigin, Puppenstuppenforensikerin, Vulkanologin, Astronautin... Und vor allem: ein Vorbild <3

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JEFF LEMIRE: Liebe.

Jeff Lemire. Was ein Mann! Seit Sweet Tooth hab ich ein Äuglein auf ihn geworfen, denn das war ein Comic, den ich nicht so schnell vergessen konnte. Und nun gibt es gleich doppelt Nachschub: Black Hammer und der Unterwasser-Schweißer. Unterschiedlicher könnten die beide Bände auf den ersten Blick nicht sein. Und beim zweiten? Da findet sich tatsächlich eine Gemeinsamkeit. Denn in beiden Bänden geht es - irgendwie, irgendwann - um Liebe. Und Familie. Im Fall von BLACK HAMMER auf den ersten Blick um eine verrückte Mischung aus den Fantastic Four und der Addams Family. Gefangen auf dem Land. Aber glaubt mir, die wächst einem schneller ans Herz, als man will...

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MYRE 1: Ich habe einen Drachen. Und ich werde ihn benutzen!

Ich bin ja eigentlich nicht so der Riesen-Fantasy-Fan. Eigentlich. Denn es gibt immer wieder Filme oder Comics, die mich richtig begeistern. Und ja, ich gebe es zu: Ich habe eine Schwäche für Drachen, Tiere im Allgemeinen und taffe Frauen. Und was erblicken meine Glupschäuglein auf dem Cover von MYRE? Einen Drachen! Eine Fuchsfrau! Toll! Musste ich haben. Denn tierische Protagonisten erobern mein Herz meist im Sturm. Gut, nach den ersten Seiten wird zwar schnell klar: das hier ist nicht Entenhausen. Aber wenn ihr Fantasyfan seid (oder auch nicht) und Geschichten wie BLACKSAD mögt - dann seid ihr hier richtig.

MYRE, bzw. die Chroniken von Yria, entführen in diesem ersten Band (fünf weitere sollen folgen) euch in eine krarge Welt, in der ein - sagen wir mal - eher robuster Umgangston herrscht. Nicht ganz leicht für eine Fuchsdame wie Myre. Oder?

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ROSE: Hear me roar!

Mhm... Viellleicht bin ich ein wenig simpel gestrickt, aber als meine Äuglein das Cover von ROSE erblickten, spielten meine Synapsen ein wenig verrückt. Kindheitserinnerungen wurden spontan wach, kommt es doch auf den ersten Blick wie eine Mischung aus XENA und He-Man (bzw. She-Ra) daher. Klingt ein bißchen nach Fantasy-Mischmasch, aber ach, ich musste einfach zuschlagen. Und ich hab es nicht bereut! Aber gut, bei Meredith Finch kann man sich ja mal ein Herzchen fassen, immerhin hat die sich ja schon gut um Wonder Woman und XENA gekümmert.

Was den Tapferkeitsgrad angeht, könnte unsere Rose hier zwar locker mit den beiden kriegerischen Damen mithalten, was die tatsächlichen Kampfkünste betrifft, allerdings (noch) nicht. Noch lange nicht. Hüstel. Xena würde wahrscheinlich vom Pferd fallen, wenn sie mit ansehen müsste, wie Rose ein Schwert hält... Aber gut, warum sollte sie auch? Immerhin war bis Seite sieben für Rose die Welt noch (halbswegs) in Ordnung. Gut, dass die Magie verboten ist, wusste sie zwar, aber dass da gleich das ganze Dorf niedergebrannt wird, nur weil man kurz ein bißchen was im Wald ausprobiert, das konnte wirklich niemand ahnen. Blöd. Denn früher, als die Welt noch in Ordnung war, sorgten sogenannte Guardians - zusammen mit ihren tierischen Begleitern - für Frieden, Liebe und Heiterkeit im Land. Naja, zumindest für Frieden. 

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BOUNTILUS: Eingetintet!

Der Weltraum, unendliche Wei... jaja, hat man auch schon huntert Mal gehört. Gnah. Aber hey, da ist soviel Platz im Weltall, da wird ja neben den Space Dumplins, Planet Express und der USS Ente (unterwegs in Coldmirrors StarStarSpace, ich liebe es <3) ja wohl noch Platz sein für eine weitere schräge Crew. Oder? Aber sowas von!

Moment, Crew? Sind zwei schon eine Crew? Nun. Ist halt eine kleine Crew. Bestehend aus zwei Mann. Mann? Nun ja...  Eher ein schräges Pärchen: Ein dem Wein zugeneigter Captain und ein Oktopus mit nur vier Armen. Nun. Klingt doch nach einer soliden und vertrauenswürdigen Crew!? Also ich würde den beiden sofort in jeden Winkel der Galaxis folgen. Allein schon wegen der vielen Wortwitze, für die der arme Quattro (höchstwahrscheinlich) noch herhalten wird. Das hat der doch geschickt eingetintet, dieser gewitzte Comic-Autor!

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IKON: Die meisten Denkmäler sind hohl

Nun, dieser schlaue Satz stammt leider nicht von mir, sondern von Stanisław Jerzy Lec. Ein kluger Mann! Anscheinend. Und zack, wären wir auch schon beim Pudels Kern, denn um Schein & Sein geht es auch in IKON. Meine Güte, heute haue ich aber auch ein literarisches Zitat nach dem anderen raus, huh!

Das rührt wahrscheinlich daher, dass meine grauen Zellen nach der Lektüre von IKON ganz außer sich sind. Vor Freude. Beim Lesen denkt man nämlich die ganze Zeit „Ach herrje! Nein! Oh je...“ um dann am Schluß festzustellen, dass die Realität tatsächlich mindestens genauso verrückt ist. IKON ist Wahninn. Wortwörtlich!

Es fängt auch schon recht dramatisch an... Ein junger Mann, Gleb Botkin, möchte seinem Leben ein Ende setzen. Er ist der Sohn des Leibarztes des russischen Zaren und sieht nach dem Miterleben der Oktoberrevolution keinen Sinn mehr in seinem Leben. Ohne seine Anastasia, seine Spielkameradin. Die hatte als Zarentochter (schon aus Prinzip!) ja keinen besonders guten Stand bei den Revolutionären. Und ohne sie macht für Gleb alles keinen Sinn mehr. Aber nun: erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Das muss auch Gleb schmerzhaft am eigenen Leib erfahren...

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VOM VERSCHWINDEN DER TIERE

Kennt ihr diese Momente, in denen ihr schon von vorherein wisst, dass ihr etwas richtig toll finden werdet? Ich hab das manchmal. Denn als ich gesehen hab, dass Studierende der Münster School of Design einen Band herausgebracht haben, den sie ausgestorbenen Tierarten gewidmet haben, war mein Herzchen sofort in Wallung. 276 Seiten. Nur Tierarten, die durch das Zutun des Menschen ausgestorben sind. Und die nie wieder kommen: Von sympathischen Tierchen wie dem Dodo über den St. Helena-Riesenohrwurm oder dem Hasenkänguru. Hasenkänguru!? Mon Dieu! Es gab mal Hasenkängurus! Wie gern hätte ich die mal gesehen... Tjoa. Wird nix. Sind ja leider ausgestorben. Und daran kann man jetzt auch nichts mehr ändern. Es sei denn, man findet irgendwo einen Bernstein mit einer Mücke, die mal ein Hasenkänguru gestochen hat... Ok. Mad Scientist-Modus off.

Aber allein die Tatsache, dass ich mindestens von der Hälfte der Tiere in diesem Buch noch nie was gehört hab, macht es meiner Meinung nach so wertvoll. Oder habt ihr schonmal vom Hopflappenvogel gehört? Eben.

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7 FRAUEN: Who run the world? Brüste!

Ok. Wow. Irgendwann bildet man sich ja ein, dass man schon alles mal gesehen hat. Ha! Nix da. Denn dann kommt der Moment, da hält man einen Band in den Händen, in dem es quasi nur um Brüste geht.

Gut, der Klappentext verspricht einem Geschichten von Frauen, ihrer Kraft und Zerbrechlichkeit. Und von ihrer Weiblichkeit an sich. Also ihren Brüsten. Sag ich doch. Und die in allen Variationen. Große, kleine, entblößte, verschmähte, verhüllte und - haltet euch fest - sogar tödliche! Wahnsinn.

Aber nun, das ist alles tatsächlich tiefgründiger, als es jetzt auf den ersten Blick klingen mag. Denn tatsächlich verbirgt sich einiges an Message hinter all den Brüsten. Denn die stehen - mal mehr, mal weniger offensichtlich - für verschiedene Aspekte des Frau seins/Weiblichkeit (na, wie ihr das halt nennen wollt). Ob es nun um das Hadern mit dem eigenen Körper (und speziell auch der Beschaffenheit der guten Stücke) geht, um das Einsetzen nackter Brüste als Zeichen von Selbstbestimmtheit oder eben gerade das Nicht-Zeigen als selbstbestimmte Handlung  - man kann einiges mit ihnen anstellen. Und vor allem: erzählen. War mir so vorher auch nicht klar.

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DIE DREI GEISTER VON TESLA 1: Verrückte Experimente, Blitze & Krawatten

Die drei Geister von Tesla. Nun. Ehrlich gesagt hab ich da als erstes an die Elektroautos gedacht und nicht an den Erfinder Nikola Tesla, aber gut, im Entferntesten hat der ja auch was mit Strom am Hut. Bzw. mit Elektrotechnik. Kenne ich mich null mit aus. Und naja, so ganz wird meine Bildungslücke hier auch nicht geschlossen, denn es handelt sich hier um eine fiktive Geschichte, aber hey, dafür hab ich mir nach der Lektüre den Wikipedia-Eintrag zu Tesla durchgelesen. Das ist doch auch mal was!

Und es stellte sich heraus: Nikola Tesla war eine durchaus spannende Figur. Ich meine hallo? Der Mann hat Experimente mit Blitzentladungen gemacht. Wahnsinn! Und laut Wikipedia war er auch ein bißchen verrückt. Aber was der gute Tesla mit Außerirdischen und Krawatten zu tun hatte, erfahrt ihr gleich...

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DER RISS: Glück, Wohlstand & Ehre

Beschleicht euch auch manchmal das Gefühl, dass der ganze Geschichtsunterricht in der Schule einem irgendwie nicht wirklich was bringt, wenn man das aktuelle politische Weltgeschehen verstehen möchte? Ich kann mich zwar an gefühlt 500 Stunden zur Weimarer Republik und zum 2. Weltkrieg erinnern, aber kurz nach den 50er Jahren hört's dann quasi auf. Dabei fängt viel Spannendes da ja erst an! Zum Beispiel die Idee von einem vereinten Europa, das den Einwohnern „Glück, Wohlstand und Ehre in unbegrenztem Ausmaße“ bringen sollte. Hat Winston Churchill 1946 gesagt. Und für viele Menschen außerhalb der EU war (und ist) sie in den letzten Jahren auch genau das: die Hoffnung auf ein besseres Leben.

Leider endete dieser Traum aber auch für zu viele Menschen auf einem überfüllten Schlauchboot, in einem überfüllten Zug oder einem Auffanglager. Dabei war 2017 nur der traurige Höhepunkt einer Entwicklung, die schon viel früher angefangen hatte. Der Riss setzt genau da an.

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AMERICAN GODS: Serie, Buch oder Comic?

Da steht American Gods seit Ewigkeiten auf meiner Liste und hach, kaum hat man sich ein Herzchen gefasst, stellt man bedröppelt fest, dass man sich nun auch noch zwischen Buch, Comic und Serie entscheiden muss. Erst Buch, dann Serie, dann Comic? Oder zu wenig Zeit für über 600 Seiten Buch, also lieber Comic? Oder einfach nur Serie? Nun. Ich hab beschlossen, alle drei parallel zu konsumieren und mal zu vergleichen. Verrückt. Naja, aber nur ein bißchen. Denn bisher ist ja erst ein Comic-Band bei Splitter erschienen (fünf kommen noch), daher beschreib ich erstmal bis zu diesem Punkt der Geschichte inwiefern sich Buch, Comic und Serie unterscheiden. Oder auch nicht. Aber ihr ahnt es schon, nicht wahr..? Natürlich tun sich - auch jetzt schon - Unterschiede auf. Ich verrate nur soviel: ein Medium hält sich besonders eng ans Buch... 

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Die zwei Leben von Balduin: Wenn ich Du wäre...

Balduin ist das, was man sich unter einem Langweiler vorstellt. Zumindest auf den ersten Blick. Ok, auf den zweiten auch. Ihn als innerlich tot zu bezeichnen wäre vielleicht etwas übertrieben, aber, hm... wie wäre es mit angeschimmelt? Immerhin geht der gute Balduin jeden Tag einem Job nach, den er nicht mag und macht dort Dinge, auf die er keine Lust hat. Und in seiner Freizeit? Nun. Er hat weder eine Freundin noch Freunde. Oder ein Hobby. Aber hey, dafür eine Katze. Die ist süß, aber ersetzt dann eben doch keine sozialen Kontakte.

Und als ob das alles Balduin nicht schon genug deprimieren würde, gibt es da noch seinen Bruder, das komplette Gegenteil von ihm. In allem. Gutaussehend, zufrieden mit sich und der Welt und seinem Liebesleben. Gnah! Wie soll man das nur aushalten?! Aber tja, wie heißt es doch so schön? Erstens kommt es anderes und zweitens als man denkt: Balduin entdeckt beim Duschen eine Beule unter der Achsel. Die niederschmetternde Diagnose: ein paar Monate (Rest-)Lebenszeit. Das haut Balduin um. Doch dann kommt seinem Bruder eine Idee... Wenn doch jetzt eh alles egal ist, warum dann nicht mal was riskieren und all das tun, was man(n) schon immer tun wollte? Quasi vom Langweiler zum Lebemann im Schnelldurchlauf. Ob Balduin das kann..?

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LDH: Liga Deutscher Helden! Öhm... Wer?

Nun. Auf den ersten Blick klingt LDH ja nach neuem Diät-Trend (nach FDH jetzt LDH!) oder nach irgednwas mit Cholesterin, aber nein! Hier handelt es sich um einen Comic made in Germany. Gut, das Vorbild sind zwar die Austrian Superheroes, aber mei! Jetzt kommen die Deutschen. Eigentlich ja ne gute Sache. Eigentlich.

Die Sache ist die: Mein kleines Herzchen freut sich immer, wenn es zur Abwechslung auch mal darum geht, Comics fernab der großen amerikanischen Verlage vorzustellen. Und die Idee, ein deutsches Superhelden-Team zu gründen, finde ich erstmal spitze. Aber die Umsetzung hat mich leider (noch) nicht restlos überzeugt. Und das hat mehrere Gründe...

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GARFIELD & PUSHEEN: Fressen & Faulenzen

Kaum hat man die Weihnachtsfeiertage überstanden, geht es an Silvester mit Raclette, Fondue und sonstigen Leckereien weiter... Puh. Ich weiß nicht, wie es euch so geht, aber ich rolle mich grad vom Sofa zur festlich gedeckten Tafel und wieder zurück. Und wieder hin. Und zurück. Ich fühle Garfield nicht nur, ich BIN Garfield. Zumindest über die Weihnachtsfeiertage. Und an Silvester. Aber hach, das muss man ja auch mal genießen, nech?

Und deshalb hab ich mir für die Zeit zwischen den Jahren auch die Lektüre von zwei verfressenen, aber durchaus knuffigen Kätzchen ausgesucht: Garfield und Pusheen. Macht Sinn. Aber wer von beiden hat eigentlich das Näschen vorn beim Fressen & Faulenzen..? 

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LUCIFER: Vom Himmel hoch...

Genug von zuckersüßen Weihnachtsengelchen all over? Dann wäre Lucifer vielleicht was für euch. Der war ja schließlich auch mal ein Engel. Und was für einer! Aber tja, dann musste er ja unbedingt einen auf Rebellen machen und diesen berühmten biblischen Aufstand im Himmel anzetteln, der alles veränderte und schwupps, ist man Fürst der Hölle - bzw. war. Laut Neil Gaiman hat er den Job ja auch schon wieder an den Nagel gehängt. Mon Dieu!

Lucifers Hintergrundgeschichte in Sandman ist vielleicht auch der Grund, warum mir die Lektüre nicht ganz so leicht fiel. Denn bisher habe ich - Asche über mein Haupt - Sandman noch nicht gelesen. Schade Marmelade. Steht zwar auf der Liste ganz oben, aber hach, ihr wisst ja wie das manchmal ist... Falls ihr Sandman bereits gelesen habt, sollte das Verständnis von Lucifer kein Problem für euch darstellen. Und falls nicht? Kommt man denn überhaupt mit, wenn man Sandman nicht gelesen hat..?

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MAGDAS APOKALPYSE: Hurra, die Welt geht unter! Oder?!

Wissenschaftlern glaubt man ja vieles. Zack, einen weißen Kittel übergeschmissen und schon glaubt man an Doping für die Haare oder dass eine elektrische Zahnbürste das Leben verbessert. Und wenn Wissenschaftler sagen, dass in einem Jahr die Welt untergeht? Tjoa. Dann glaubt man das eben auch. Und richtet sich halt so gut es geht damit ein. Bitte? Es schmeißen nicht direkt alle hin und fahren an nach Honolulu um die letzten Atemzüge in Saus und Braus zu verbringen?! Nun. Einige schon. Aber eben nicht alle.

Magda kann es nicht fassen. Und will sich nicht damit einrichten. Wie auch? Immerhin ist sie gerade 13 geworden und begegnet dem neuen - und vermutlich letzten - Lebensjahr auf ihre Art. Es muss doch noch soviel erlebt werden! Da steht nämlich so einiges auf der Liste...

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SUPERMAN: Außen hui, innen pfui

Erinnert ihr euch noch an BIRGIT, die in die Jahre gekommende Angestellte, deren Berufsalltag ihr innerhalb ein paar Tagen langsam, aber stetig aus den Fingern glitt und sie schließlich lautlos implodierte? Nun. Mehr oder weniger passiert Chris das auch. Anders als Birgit ist Chris aber ein durch und durch dynamischer Typ, der mit seinen strammen Waden eigentlich auf dem Weg nach oben auf der Karriereleiter unterwegs ist. Eigentlich. Wären da nicht all die hübschen Frauen, mit denen er so gerne schläft und für ein Schäferstündchen schon mal zu spät zum Meeting kommt. Kann ja mal passieren! Oder zwei Mal. Wer zählt schon mit? Das hilft dabei, den Kopf freizubekommen... Oder?

Denn plötzlich sind da diese merkwürdigen Aussetzer, die sich unangenehm in seinen so hübsch durchgetakteten eierschalenfarbenen Alltag drängen...

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BATMAN/TMNT Adventures: Team-Up. Die zweite!

Scheint was ernsteres zu werden mit Batman und den Turtles. Zumindest ist das letzte Team-Up ja gar nicht so lange her (könnt ihr hier nachlesen) und schwupps, gibt's das nächste. Ganz davon abgesehen, dass die Ghostbusters auch schon das Vergnügen hatten. Kommen ganz schön rum, die Turtles!

Und wer das letzte Team-Up gelesen hat, dem dürfte hier auch das ein oder andere bekannt vorkommen. Der erste Schock für die Schildkröten, dass es sowas wie sprechende Fledermäuse gibt, lustige Dimensionsportale und Shredder als Sidekick. Im Gegensatz zum ersten Team-Up spielt dieses hier in der Welt von Batman Adventures und es mischen hier auch Batgirl, Robin & Harley Quinn mit. Oh, und natürlich der Joker. Gut, im anderen Band auch, aber hier ist er eher ausgeflippt als todesgefährlich mit explodierenden Plastik-Hühnchen unterwegs. Oh, und als Running Gag kann er sich Shredders Namen nie merken... Stattdessen nennt er ihn Schnipsler oder Schrubber. Thihi.

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KILL OR BE KILLED 1: Mann oder Monster?

Mann oder Monster? Nun, diese Frage muss sich neuerdings auch Dylan stellen. Denn seit er nichts mehr auf die Reihe kriegt und sich - erfolglos - versucht das Leben zu nehmen, ist nichts mehr wie vorher. Apropos erfolglos... Dieser Umstand brachte ihn ja erst auf diese blöde Idee mit dem Selbstmord: keine Freunde und seine ehemals beste Freundin (in die er auch noch hoffnungslos verliebt ist), hat er ebenfalls verloren. Naja, jedenfalls ist sie jetzt mit einem "netten" Typen zusammen. Nun.

Es kommt noch schlimmer: kurz nach seinem missglückten Suizidversuch befiehlt ihm plötzlich eine dunkle Gestalt, böse Menschen umzubringen. Zumindest, wenn er gerne weiterleben möchte. Denn folgt er der Aufforderung nicht, ist er selbst dran. Achja, aber "nur" einen bösen Menschen pro Monat. Das wird ja wohl irgendwie machbar sein, oder..?!

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MAGGY GARRISSON 2: Mit Cookies, Köpfchen & Kurven

Na toll, SO hatte sich das Maggy nicht vorgestellt. Im ersten Band durch einen cleveren Schachzug um 15.000 Pfund Sterling reicher geworden und dann darf man das nicht mal auf den Kopf hauen. Bäh. Ich habe übrigens keine Ahnung, wieviel 15.000 Pfund Sterling umgerechnet sind, aber mein Gefühl sagt mir: viel. Oder wie Maggy es umrechnet: Mehr als ein Jahr lang Pommes! Wahnsinn.

Aber sie ist ja ein cleveres Mädchen und folgt dem Rat ihres neuen Freundes Alex und versteckt das Geld erstmal. Aber ist Alex wirklich ein Mann, dem man vertrauen sollte? Immerhin ist er ja ein Kleinganove. Muss man ja auch erstmal verdauen, dass der neue Freund quasi hauptberuflich Menschen verprügelt... Sympathisch ist ja auch mal was anderes, nech?

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IDEAL STANDARD: Dream. And Reality...

Die meisten Comic-Heldinnen müssen ja mit so einigem fertig werden (Aliens, finsteren Typen, genmanipulierte Ratten... Ihr kennt das). Und manchmal eben auch mit den Widrigkeiten des Alltags: Ms. Marvel und Spider-Woman sind da super Beispiele. Und ja, selbst Wonder Woman weiß manchmal nicht, wo oben und unten ist. Gut, bei ihr geht es immerhin um das oben und unten auf einer Paradiesinsel und Spider-Woman kann zur Not bei Captain Marvel anrufen, aber nun.

Ich finde es trotzdem sehr beruhigend, dass ich mittlerweile auf viele sympathische Comic-Heldinnen treffe, die Probleme wie du & ich haben. Ok, haben könnten. Denn die Kick-Ass-Fraktion lebt, natürlich, einen anderen Alltag als eine Maggy Garrisson - oder eben Claire. Claire ist Mitte 30. Und (noch) Single. Findet sie blöd. Und nu?

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UNERSCHROCKEN: Go for it, Girls!

Wie toll ist das denn? Seit meine Glupschäuglein auf der Seite von Reprodukt UNERSCHROCKEN entdeckt hatten, konnte ich es gar nicht mehr abwarten. Auf sowas hatte ich schon lange gewartet, hach. Denn mal ehrlich: wenn ich an taffe Frauen der Geschichte denke, kommen mir als erstes Xena und Prinzessin Fantaghirò in den Sinn. Die gab's allerdings leider nur auf dem TV-Bildschirm. Nun. Wenn ich mich ein bißchen anstrenge als nächstes Kleopatra und Marie Curie. Ist ja schonmal ein Anfang. Aber da ist ja noch Luft nach oben, hüstel. Gut, dass es im Lauf der Geschichte viel mehr taffe Ladies gab, hab ich zwar schon immer geahnt - aber jetzt weiß ich es endlich auch. Na endlich!

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AFFENDÄMMERUNG: Mon Diou!

Hach, was hab ich mich auf diesen Band gefreut: Affen! Eine Raumkapsel! Noch eine Affe! Toll. Da schlägt mein kleines Planet der Affen-Fanherzchen doch gleich ein wenig schneller. Den ersten Teil hab ich übrigens als Kind gesehen und war völlig traumatisiert von der Szene, in der klar wird, dass nicht alle Menschen frisch & munter - die Betonung liegt auf frisch! - in der Raumkapsel überlebt haben. Tja, da muss man durch. Später wird's ja nicht weniger traumatisch. Nun.

Jedenfalls bin ich sofort ganz vorne mit dabei, wenn es um sprechende Affen geht. Die gibt's hier. Yay! Und es geht um Religion. Bzw. darum, was Religion mit Mensc.. äh, Affen anstellen kann. Was für eine Mischung. Mon Dieu! Pardon, Mon Diou! Um diesen "Gott" geht es hier nämlich. Und um einen Propheten, der sprichwörtlich vom Himmel fällt: Rhesus.

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DER GROSSE BÖSE FUCHS: Awwww!

Ein Fuchs muss tun, was ein Fuchs tun muss. In diesem Fall ein Hühnchen (oder zwei) erbeuten. Leider nimmt ihn dabei niemand wirklich ernst. Niemand. Und so gibt's seit Wochen nix zu beißen - von den Steckrüben mal abgesehen, die er von seinen Kumpels (Schweinchen & Hase, so knuffig!) auf dem Bauernhof zugesteckt bekommt. It's a hard knock life... Hmpf. Aber zum Glück hat der große böse Wolf eine Idee. Warum nicht ein paar Eier klauen, ausbrüten und zack, zartes Hühnchenfleisch genießen? Oh ja! Da klingeln die Öhrchen vom Fuchs vor Begeisterung. Prima Idee, aber wie heißt es doch so schön..? Ohne Fleiß kein Prei.. äh, Hühnchen!

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NICK CAVE: Faszinierend! Und verwirrend. Aber nur ein bißchen.

Puh. Manchmal ist das ja so eine Sache mit den Erwartungen und der Realität... Ihr kennt das. Auch hier geht es ja um einen konkreten Fall von "War ganz anders als ich so dachte. Aber irgendwie gut". Ich hatte mich nämlich auf NICK CAVE - Mercy on me gestürzt, weil ich dachte, es handele sich hierbei um so etwas wie eine Biografie. Nacherzählung seines Lebens. Ihr wisst schon. Ist aber nicht so wirklich der Fall. Aber ach, aktuell scheint es ja sowieso Trend zu sein, bloß KEINE Biografie in Comicform zu pressen (den Fall hatten wir ja schon bei MAGRITTE). Nun.

Aber was ist der vorliegende Band dann? Tja, wenn DAS mal so einfach in Worte zu fassen wäre. Irgendwie alles. Aber nicht nichts. Aber lasst mich erklären...

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JIM CURIOUS: Hinter der Alge gleich links...

Hach Leute, wat schön! Da latsche ich letztens so durch den Comicladen und was erblicken meine hocherfreuten Glupschäuglein? JIM CURIOUS! Die unendlichen Weiten des Weltraums und des Ozeans haben es mir ja angetan - gut, letzteres ist theoretisch ja schon endlich - aber ach, da gibt's ja noch einiges zu entdecken! Und genau das könnt ihr hier tun! Wobei die schwarz-weiße Anmutung des Ozenas auch gut zum Weltraum gepasst hätte, vielleicht kann der gute Jim da ja auch nochmal hin..? Denn die Reise ohne Worte (aber mit 3D-Brille!) ist wirklich zauberhaft... So schön retro, thihi.

Wisst ihr noch, damals? Als 3D aus diesen lustigen Pappbrillen bestand, mit "Plastikgläsern" in blau und rot? Ja, willkommen zurück, liebe Freunde! (Das Beste ist ja, wenn ihr zufällig noch irgendwo so eine Brille rumfliegen habt, könnt ihr mit der auch hier auf dem Bildschirm schonmal ein dreidimensionales Glupschäuglein draufwerfen. Toll, wa? Mir gefällt vor allem die skeptisch guckende Robbe unten links. Ich liebe sie.)

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MAGRITTE: Das ist keine Biografie! Oder doch..?

Ich weiß ja nicht wie euer Kunstunterricht so ausgesehen hat, aber ich hab gefühlt immer nur irgendwelchen Quatsch gemalt. Oder gezeichnet. Oder geklöppelt. Über bekannte Maler/innen wurde aber höchstens mal am Rande gesprochen. Genauer gesagt: ich weiß quasi nichts. Mein Kunstwissen beschränkt sich auf Zitate wie "Dalí..? Bei dem schmilzen die Uhren immer inner Wüste, ne?" Nun. Merk ich selber. Ich würde da auch gerne was dran ändern, aber die Motivation sich durch Bücher zu kämpfen, die mir nun erklären warum bei dem einen die Uhren schmelzen oder der anderen gerne Hüte malt, beschränkt sich auf... Hüstl. Geht halt so.

Aber wie gut, dass es jetzt Abhilfe gibt! Ha! Denn mit MAGRITTE: Dies ist keine Biografie wird sogar Kunstbanausen wie mir der Einstieg gaaanz leicht gemacht. Super Idee! Aber versteht man als Kunstbanause überhaupt irgendwas..?

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WELTRAUMKRÜMEL: Mit Karacho durch die Galaxis!

Der Weltraum! Unendliche Weiten! Tja, und genau da hat man dann den Salat, wenn Vati im Weltraum verschollen ist. Prima. Aber gut, als galaktischer Holzfäller lebt man ja sowieso ständig am Limit - vor allem in einer Welt, in der Weltraumwale (!) besonders gerne Blech und Schrott futtern. Und mit den verrückten Walen fängt auch alles an... Die verputzten nämlich Violets Schule. Klingt erst prima, ist dann aber doch irgendwie blöd. Anschließend wird auch noch Violets Vater verschleppt und Mutti ist plötzlich auch weg. Und was macht ein tapferes kleines Mädchen? Richtig, man wirft sich mutig und allein in die... Moment, allein?! Ach was! Zum Glück hat unsere tapfere Weltraumeroberin ihren neuen Freund Elliot (ein leicht hysterisches Hühnchen mit Zukunftsvisionen) und ihren alten Freund Zacchäus (der letzte lebende Lumpkin) dabei. Gemeinsam stürzt sich die tapfere - naja, mehr oder weniger (das Hühnchen! Hüstl!) - Truppe ins Abenteuer...

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ANDROIDEN & S.A.M. - Roboter haben auch Gefühle!

Roboter! Androiden! Yay! Dieser Monat ist ein guter Monat - zumindest, wenn ihr Roboter mögt. Oder Androiden. Oder beide! Denn Splitter haut diesen Monat gleich zwei neue Comics raus, hurra! Und da ist für jeden Geschmack was dabei, ganz gleich ob es sich um die Stepford-Frauen, den T-800 oder Sonny handelt - hier findet jeder den passenden Comic für sich. Also, Daft Punk angeschmissen und auf, auf!

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MAGGY GARRISSON 1: Mit Kippe, Köpfchen & Kurven!

Hach, was freut sich mein kleines Herzchen, dass Maggy Garrisson in mein Comic-Dasein getreten ist. Ich liebe sie! Und ihr hoffentlich bald auch. Meine neu entdeckte Liebe habe ich übrigens dem TätowierMagazin zu verdanken, jawoll! Denn mein Herzchen schlägt ja sowohl für Comic- als auch für Tätowierkunst und in der aktuelle Ausgabe (August 2017) wurde im Magazin die gute Maggy vorgestellt (allein die Tatsache, dass das Tätowier Magazin regelmäßig gute Comics vorstellt, lässt mich schon Fan davon sein. Toll ist das!). Und musste ich natürlich sofort haben.

Denn Maggy ist - mehr oder weniger freiwillig - Privatdetektivin. Das weiß sie zwar noch nicht, aber wir wissen es von der ersten Seite an. Es sprechen schließlich auch alle Indizien dafür: sie legt eine herzliche Kaltschnäuzigkeit an den Tag, hat Köpfchen, pfeift auf Konventionen und in Bezug auf den Schnapskonsum steht sie einer gewissen Jessica Jones ebenfalls in nichts nach. Bloß muss Maggy brenzlige Situationen allein mit Köpfchen bewältigen, Superkräfte hat sie nicht. Braucht sie aber auch nicht!

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DEVOLUTION: Oh mein Gott!

Mal unter uns: so ratlos wie bei DEVOLUTION war ich schon lange nicht mehr bei einem Comic. Ich bin selbst ein wenig schockiert darüber, wie wenig ich mit DEVOLUTION anfangen kann, obwohl es ja eigentlich alle Zutaten beinhaltet, die ich doch so mag: einen gepflegten Weltuntergang, viele Trottel, die von einer unbeugsamen Kämpferin vermöbelt werden und eine mysteriöse Verschwörung. Warum bin ich dann nicht begeistert vom Stuhl gefallen? Warum? Warum nur?! Nun. Eigentlich weiß ich ganz genau, warum.

Aber gut, fangen wir vorne an: die Welt versinkt im Chaos und steht kurz vorm Untergang (soweit nix neues, nech), als ein paar besonders schlaue Schlaumeier beschließen, einen Wirkstoff zu entwickeln (DVO-8), der den Teil im Hirn lahmlegen soll, der an Gott glaubt. Natürlich gibt es Nebenwirkungen, an die vorher keiner gedacht hat. Natürlich. Und so verwandelt sich ein Großteil der Menschen in Neandertaler zurück und die Tierwelt gleich mit. Evolution rückwärts. Oder so ähnlich. Denn nun schwirren Moskitos groß wie Kälber durch die Luft, während sich unsere Heldin Raja durch die verstörende Landschaft kämpft, auf der Jagd nach einem Impfstoff. Na, merkt ihr schon was..?

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LADY MECHANIKA: Die Mischung macht's!

Steampunk und ich. Nun. Ich würde nicht sagen, dass wir keine Freunde sind, eigentlich kennen wir uns kaum. Wir sind sowas wie flüchtige Bekannte. Ich weiß, dass es ihn gibt, aber in meiner kleinen (Comic-)Welt spielte Steampunk bislang keine große Rolle. Bis jetzt! Denn tadaa, sagt Hallo zu LADY MECHANIKA!

Und hallöchen, die Dame hat Pfeffer im Arsch! Und Metall in den Armen! Oh man. Beste Überleitung EVER! Hüstl. Und wie ihr Name es vermuten lässt: sie ist eine Art Hybridwesen. Ein Mensch, nur eben technisch aufgepimpt. Toll! Robocop wäre verliebt - aber leider, leider lebt die fesche Mechanika nicht in der Zukunft, sondern im spätviktorianischen Zeitalter. Aber hä, zur Zeit Victorias gab es doch noch nicht so fancy Technik-Zeugs? Gut, dann eben Vergangenheit, aber mit einem guten Schuss Zukunftstechnologie. Und Fantasy. Zumindest lässt das der kleine Racker hier vermuten... Verrückt.

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MOHNBLUMEN AUS DEM IRAK

Woran denkt ihr, wenn ihr an den Irak denkt? Mir fällt ja einiges ein, aber eigentlich immer im Zusammenhang mit politischen Unruhen und Bildern, die ich aus den Nachrichten kenne. Das ist traurig - vor allem für die Menschen, die den Irak auch ganz anders kennen. Wie Brigitte Findakly. Die ist in den 60er Jahren als Tochter einer Französin und eines Irakers in Mossul aufgewachsen und hat dort eine richtig gute Zeit gehabt. Naja, meistens. Denn kulturelle Missverständnisse und hier und da ein kleiner Staatsstreich bringen irgendwann auch in die muckeligste Bude Unruhe. Aber all das ist nicht zu vergleichen mit dem, was der Irak in den letzten Jahrzehnten erleben sollte.

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BIRGIT: Lautlos explodierte sie. Innerlich.

Und wieder einmal habe ich bei Reprodukt ein kleines Schätzchen entdeckt: Birgit. Obwohl ich mich niemals trauen würde, Birgit ein Schätzen zu nennen. Undenkbar. Birgit ist viel mehr ein Schatz. Eine Arbeitskraft vom alten Schlag. Eine Koryphäe (Ha! Noch so ein Wort, das ich noch nie geschrieben habe) im Reich der Stempelkissen, Tacker und Ringordner. Birgit weiß ganz genau, wo der Kopierer am liebsten das Papier staut, der Locher klemmt und sich der Rotwein am besten unterm Schreibtisch platzieren lässt. Ich verspreche euch, falls ihr jemals eine Frau wie Birgit als Kollegin, Lehrerin oder Beamtin kennenlernen durftet - ihr werdet euch sofort an sie erinnern!

Jedes Panel ist so treffsicher umgesetzt, dass man nach nur wenigen Seiten ganz genau weiß, wie Birgit tickt, was ihr auf den Keks geht und vor allem: dass die neue Vorgesetzte nervt. Gewaltig.

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NIMONA: Gute Mädchen kommen... ach, ihr wisst schon!

Und die bösen überallhin?! Nun. In dem Fall schon! Immerhin ist Nimona eine junge Frau mit etwas, nun, sagen wir mal ungewöhnlichen Träumen. Nix da mit Prinz, Pferd und Pfannkuchen (obwohl, beim letzten Punkt bin ich mir grad nicht sicher... aber ach, die Alliteration musste ich einfach mitnehmen). Nimona will nix geringeres als die Weltherrschaft! Harhar! Naja, gut, das Königreich würde es auch erstmal tun. Und was macht man als böses Mädchen mit solchen Vorsätzen? Na klar, Praktikum beim Bösewicht! Ballister Blackheart heißt der gute - pardon - böse Mann! Aber ob sein Herz wirklich so rabenschwarz ist, wie alle glauben? Nah... Ich seh da auch ein bißchen hellgrau.

Aber nicht nur wir finden raus, wie schurkisch unser Schurke wirklich ist, auch Blackheart muss herausfinden, wer diese eigenwillige junge Dame eigentlich wirklich ist, die voller Inbrunst Eroberungspläne schmiedet und über Leichen(teile) geht...

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Die Sweeten: Zwei bekloppte Hasen

Der ganz normale (tägliche) Wahnsinn, verpackt in süße Buntstiftzeichnungen. Hach, was schön! Es fallen Sätze wie "Toller Tee. Gibt's den auch mit Geschmack?" oder "Ich muss morgen beruflich nach Mittelerde. Null Bock drauf". Großartig! Die kurzen Anekdoten kommen dabei wie eine kuschlige Wolldecke an einem deprimierten Tag  daher. Einer leiser Hauch Melancholie schwingt dabei immer mit, aber ohne wär's ja auch fad. Nicht wahr? 

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Ghostbusters/TMNT: New York, New York

Die Turtles! Die Ghostbusters! Die Helden meiner Kindheit - in einem Comic! Hurra! Ich freu mich ja wie Bolle über jeden Comic und jedes Crossover, das mir über den Weg läuft. Nachdem die Turtles letztens schon auf den guten alten Batman treffen durften, sind nun die Ghostbusters dran. Toll! Beide Truppen sind ja in New York zu Hause, aber hach, leider, leider in verschiedenen Dimensionen. Wie gut, dass den Turtles hier beim fancy Test-Teleportieren ein Missgeschick passiert und sie im New York der Ghostbusters landen.

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Du kannst natürlich heute noch hier schlafen...

Ok. Auf dem Klappentext werden mir "schonungslos ehrliche Anekdoten aus gescheiterten Beziehungen und katastrophalen Affären" angekündigt. Oder gar angedroht..? Nun. Zum Glück sind die gescheiterten Beziehungen und katastrophalen Affären hier so locker-leicht in farbenfrohe Panels gepackt worden, dass gute Laune anstatt Frustration aufkommt. Ein Glück! Ich wollt schon fast Eis und Taschentücher holen - aber nicht doch. Hier geht es gar nicht um Frustration & Weltschmerz, sondern um schonungslos ehrliche Einblicke in Momente eines Singlelebens, die sicher auch der ein oder andere so schonmal erlebt hat. Ganz bestimmt.

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PAPA DICTATOR: Weltherrschaft!

Papa Dictator - ein drolliges Kerlchen! Er liebt Panzer & Raketen, seine Kinder und die Weltherrschaft. Was er nicht mag: "freche" Journalisten und die Meinungsfreiheit im allgemeinen. Und wer hat eigentlich dieses Internet ins Land gelassen? Manmanman! Gleich verbieten!

Ganz ehrlich: ich könnte da gleichzeitig lachen und weinen, denn irgendwie fallen mir aktuell so einige Staatsmänner ein, die das - mehr oder weniger - genauso umsetzen. Oder würden, wenn sie könnten. Was ziemlich erschreckend ist. Hilfe! Das kann man ja alles nur noch mit schwarzem Humor verkraften!

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GEISEL: 111 Tage

Es gibt Comics, die vergisst man nicht. Und GEISEL ist so einer, das wusste ich schon nach den ersten paar Seiten. Und ich sag mal so, Seiten hat dieser kleine Klopper einige zu bieten: 432 sind es insgesamt. 432! Aber glaubt mir - keine davon war (oder ist) zuviel. Finde ich auch erstaunlich. Aber wenn ein Comic, der zu 90 Prozent der Zeit in einem kargen Raum spielt, DAS schafft, dann kann man da nur seinen Hut ziehen. Vor allem vor dem Mann, der das alles erlebt hat: Christophe war 111 Tage lang Geisel tschetschenischer (ein Wort, das ich nie wieder schreiben möchte, mon dieu!) Rebellen.

Und schonmal vorweg: Nein, er war nicht auf Abenteuerurlaub im Krisengebiet, sondern Mitarbeiter der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen. Sein erster Job. Sein erster! Und dann gleich entführt. Na toll. Wie man sich da fühlt, das schildert er in diesem Band, in dem er seine Erlebnisse verarbeitet.

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LAZARUS 1: Die bucklige Verwandtschaft...

Eigentlich wollte ich die Rezension zu LAZARUS ja schon an Ostern bringen - ihr wisst schon, Auferstehung von den Toten und so. Das konnte ja angeblich nicht nur Jesus, sondern auch der gute Lazarus. Gut, mit dem biblischen Lazarus hat dieser hier auf den ersten Blick wenig zu tun. Obwohl... Die Sachen mit dem Auferstehen klappt hier auch ganz gut! Naja, zumindest so in der Art. Denn die sympathisch guckende Dame auf dem Cover ist ein Lazarus, ein genetisch modifizierter Mensch, der sich selbst heilen und regenerieren kann. Und wer sich selbst heilen kann, ist quasi unsterblich. Tadaaa! Daher heißt die gute Frau passenderweise auch Forever. Oder abgekürzt Eve. Noch ein biblischer Verweis! Huch, die gibt's hier einige. Und wo wir grad beim Thema sind:

Lazarus kommt übrigens aus dem hebräischen und heißt übersetzt soviel wie "Gott hat geholfen", zumindest sagt das Wikipedia. Und die müssen es ja wissen. Auch wenn in diesem Fall wohl eher die Götter in Weiß gemeint sind. Nun.  

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TOMBOY: Ein Raubein auf High Heels

Schnallt euch an liebe Comicsfans, klappt die Rückenlehne hoch & haltet euch fest - denn in diesem Comic ist richtig was los! Alles beginnt mit dem wenig rühmlichen Tätigkeitsfeld unseres Protagonisten Frank Kitchen. Ein Auftragskiller mit der Temperatur eines Gefrierfachs. Aber dafür liegt die Erfolgsquote auch bei quasi 100% - kann man nichts gegen sagen! Nun ja, bis jetzt. Denn irgendwen scheint der gute Frank verärgert zu haben. Wie er darauf kommt? Nun, er wird in eine Falle gelockt und wacht nach einer gefühlten (und tatsächlichen) Ewigkeit mit einem Brummschädel wieder auf. Und ähm, neben dem Brummschädel entdeckt er noch ganz andere Sachen an sich...

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PATIENCE: Zeitreisen & andere Katastrophen

Meine lieben Comic-Freunde, es ist mal wieder Zeit für eine Zeitreise! Whoop whoop! Ihr wisst, ich LIEBE Zeitreisen und all die Knoten, die solche Geschichten in die Hirnwindungen wurschteln können (wie z.B. EI8HT). Aber halt, stop - PATIENCE ist anders. Hier kommt man auch ohne Mitschreiben oder das Aufmalen eines lustigen Zeitstrahls prima mit, wird aber dafür umso mehr emotional beansprucht. Ganz nach dem Motto: Nix anfassen bei Zeitreisen, nix anfa... ach, scheiß doch drauf! Oh, doch keine gute Idee... Ach verdammt. 

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle im Strom der Zeit quasi. Und wer sitzt drin? Jack. Er und Patience sind seit vielen Jahren ein Paar und trotzen den Widrigkeiten, die das Leben so mit sich bringt. Er verteilt Flyer, während sie glaubt, er habe einen "anständigen Bürojob". Nun. Trotz der Schwierigkeiten lieben sich die beiden aber heiß und innig und freuen sich auf ihr erstes Baby. Soweit, so gut. Das kleine Glück zerbricht jedoch für Jack in dem Moment, in dem er nach der Arbeit Patience tot in der gemeinsamen Wohnung auffindet. Ermordet.

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Die Leichtigkeit: (Über-)Leben nach dem Terror

Es soll ja Menschen geben, die Comics als unrealistischen Quatsch abtun. Nah! Wir wissen es besser. Zum einen, weil psychische Probleme, traumatische Erlebnisse und Schuldgefühle zu unseren Helden gehören wie zu echten Menschen.

Aber: Was macht man nach einem Trauma, wenn man kein/e Superheld/in ist? Was, wenn ein traumatisches Ereignis einen so aus der Bahn wirft, dass man nicht mehr weiß, wie man weiterleben soll? Wie man jemals wieder lachen soll? Eine Antwort auf diese Frage wollte - und musste - auch die Charlie Hebdo-Zeichnerin Catherine Meurisse finden. Denn am 07. Januar wurden fünf ihrer Kollegen von Terroristen in Paris ermordet und nichts war mehr wie vorher. Und Catherine? Die macht einen Comic darüber.

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Freaks' Squeele: Das Trümmer-Trio!

Monster, Superhelden & andere crazy Leute an der Uni! Nun, das Konzept mag für mein comicliebendes Glupschauge auf den ersten Blick nicht völlig neu sein, kommt hier aber dennoch sehr erfrischend daher. Das liegt vor allem an den sympathischen Protagonisten Xiong Mao (bisher keine Superkräfte bekannt), Chance (hat ausklappbare Flügel) und Schattenwolf (eine Mischung aus Werwolf und Ninja: ein Meister der Tarnung, kann wie ein Schatten unbemerkt durch den Raum huschen. Nun, zumindest wie ein sehr großer Schatten). Süß die drei!

Die haben sich zu Beginn des Semesters zwar quasi grad erst als neue Arbeitsgruppe gefunden - was auf gar keinen Fall daran liegt, dass sie die Schlußlichter der Aufnahmeprüfung waren und sie niemand sonst in einer Gruppe aufnehmen wollte, hüstl - aber manchmal ist das Schicksal eben für was gut. Oder die schlechten Noten. Je nach Perspektive! Denn hier kommt zusammen, was zusammen gehört...

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Hexe total: Grüner Nebel...

Hexe? Schwarzer Kater? Eine Eule? Tja, wer jetzt Harry Potter erwartet, der um die Ecke biegt, der hat sich getäuscht. Denn in der WG von Megg, Mogg & Eule liegt zwar Magie in der Luft, aber äh... die hat durchaus irdische Ursachen. Denn Hexe Megg ist drogenabhängig. Tja, die roten Augen kommen halt nicht von ungefähr!

Ich befürchte, Harry Potter wäre in dieser WG nicht besonders glücklich geworden. Vielmehr hätte er Hedwig beherzt die Eulen-Äuglein (thihi, Zungenbrecher) zuhalten müssen. Denn das Zusammenleben von Megg, Mogg & Eule basiert auf drei wichtigen, gemeinsam ausgeführten Tätigkeiten: kiffen, Sex & fiese Streiche. Aber keine Angst! Ab und zu gibt's zur Abwechslung auch andere Drogen. Ach, na dann!

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BLACK MAGICK: Hexen in Lederjacken

Hexen! Yay! Hach, manchmal träume ich ja auch davon, mit ein bißchen Magie Probleme aus der Welt zaubern zu können. Dass man sich dabei aber auch schnell die Finger verbrennen kann, habe ich ja zum Glück schon in den 90ern bei Buffy - Im Bann der Dämonen gelernt, als Willow sich etwas ZU sehr in der Welt der Magie heimisch fühlte und um ein Haar alle mit ins Verderben gerissen hätte. Nun. Vielleicht sollte man auf Zauberbücher auch Warnhinweise wie auf Zigarettenschachteln drucken: Achtung, durch das Verwenden von Magie können Brandflecken auf dem Teppich entstehen. 

Aber gut, Brandflecken sind grad das Letzte, worüber sich unsere Polizisten-Powerhexe Rowan Black gerade Sorgen macht... Sie wird höchstpersönlich von einem Geiselnehmer "angefordert" und zu Rowans Erschrecken weiß der gute Mann auch noch, dass sie eine Hexe ist. Nicht gut. Gar nicht gut.

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FABLES 28 Cinderella: Cindy aus Fabletown

Ihr Name ist Cindy. Cindy aus Ma... äh, Fabletown! Fabletown - die Stadt, in der Märchenfiguren quasi unerkannt neben/unter/über uns "Normalos" leben und genau wie wir zur Arbeit gehen. Nix mit lifestyle of the rich and the famous! Denn der Traumprinz entpuppt sich für so manche Prinzessin als Stinkstiefel und so auf Dauer mag da keine Prinzessin im Schloß versauern.

Auch Cinderella aka Cindy z.B. hat im Laufe der Jahrzehnte einiges dazugelernt und ist mittlerweile DIE Top-Agentin in Fabeltown. Pardon, Geheim-Agentin. Deshalb "muss" die Gute zur Tarnung einen Schuhladen betreiben (praktisch!) und ein Jet Set-Leben führen (auch praktisch!), dass selbst die Geissens neidisch wären. Nun, ein bißchen Gold und Silber, ein bißchen Glitzer Glitzer gehört halt dazu. Damit ist die hübsche Cindy quasi der weibliche James Bond unter den Fables. Das lässt einen ja schon die Titelauswahl subtil wie ein Holzhämmerchen vermuten: Liebesgrüße aus Fabletown und Cinderella - Ein Quantum Magie. Beide Geschichten finden sich in dem kleinen Wälzer, der aus 284 Seiten besteht. Kann man im Notfall auch nach bösen Hexen werfen, die einem korrupte Äpfel andrehen wollen. Praktisch.

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I HATE FAIRYLAND: Gertrude, Schrecken der Flauschigkeit!

Wie ihr sicher wisst, schlägt mein kleines Herzchen ja schon lange für Skottie Young. Und da ich auch ungeduldig sein kann, hatte ich mir vor einiger Zeit schon einmal die englische Ausgabe von I hate Fairyland vorgeknöpft. Aber für euch habe ich (natürlich!) meine "alte" Rezension aufgehübscht mit Bildern der deutschen Ausgabe und hier und da überarbeitet, ist also quasi wie neu. Yay!

Meine Damen und Herren, halten Sie sich fest, denn hier kommt Gertrude! Der Schrecken aller Kätzchen, Glücksbärchis und Feen. Der Untergang der Flauschigkeit. Wenn Einhörner nicht schon längst ausgestorben wären, Gertrude hätte sie eigenhändig erwürgt und Wurst aus ihnen gemacht. Ach was, gleich roh verputzt und Regenbögen gekackt. Ja, hier wird richtig auf den Putz gehauen und alles auseinander genommen, was kleine Mädchen gern haben. Alles. Denn Gertrude ist stinksauer!

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Batman/Teenage Mutant Ninja Turtles: Treffen sich eine Fledermaus und vier Schildkröten in einer Bar...

Batman und die Turtles, in einem Comic! Hach, was schön! Auf den ersten Blick zwar etwas verrückt, aber bei beiden Serien handelt es sich ja ursprünglich um Comics. Macht also durchaus Sinn! Sowieso. Immerhin handelt es sich ja um die Helden meiner Kindheit. Ich hab sie zwar damals als TV-Serie entdeckt, aber macht ja nix. Ich war sofort verliebt. In Shredder. Kein Witz. Irgendwas scheint nicht mit mir zu stimmen, aber ich kann mich daran erinnern, dass ich Shredder unfassbar cool fand. Nun ja. Muss das selbstsichere Auftreten gewesen sein, dass mich als junges Ding beeindruckt hat.

Nun treffen sie also aufeinander, die kriegerischen Schildkröten und die angsteinflößende Fledermaus. Erstaunen und Skepsis auf beiden Seiten. Oder wie Meister Splinter es klug zusammenfasst im Comic: Was ist seltsamer... Wenn sich ein Tier wie ein Mensch verhält... oder ein Mensch wie ein Tier? Guter Punkt, Splinter!

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MOUSE GUARD: Raus aus den Schulden für Geschichtenerzähler

Selbst der Kleinste vermag den Lauf des Schicksals zu verändern.... Hach ja, Mäuse würden Herr der Ringe lesen! Ich bin mir ziemlich sicher. Denn auch hier haben die Kleinsten quasi - und tatsächlich! - die Hosen an. Und tragen Schwerter. Gnah, das ist alles so niedlich, ich könnte ausrasten. Obwohl es hier ja auch ganz schön zur Sache geht! Krieg, Liebe, das nackte Überleben! Tjaha, da hab ich auch gestaunt.

In jedem Band der LEGENDEN DER WÄCHTER (ich habe mir Band 2 und 3 vorgeknöpft) versammeln sich Mäuse in einer Taverne, um eine Art Geschichtenerzähl-Wettbewerb auszutragen. Das machen die Mäuse zwar nicht ganz selbstlos, denn der Gewinner bekommt seine Schulden bei der Wirtin erlassen. Quasi Raus aus den Schulden für Storyteller. In jedem Band erzählen also 12 Mäuse eine Geschichte. Jede ist anders! Jede ist auf ihre Art schön. Hach.

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reMIND 1 & 2: Der Kater! Spricht!!

Der POPCOM-Verlag erwärmt mit seiner kleinen, aber feinen Auswahl an Comics ja regelmäßig mein Comicliebendes Herzchen. 2016 haben das unter anderem der Bärenkönig und EI8HT geschafft (schaut unbedingt mal rein!). Auch 2017 wird mit POPCOM ganz bestimmt ein gutes Jahr - immerhin erscheint bereits im Januar I hate Fairyland von Skottie Young, yippie! Darauf freue ich mich ja jetzt schon wie Bolle.

Aber gut, bis es soweit ist, hab ich mir erstmal reMIND vorgeknöpft. Und reMIND hat alles, was ich gern habe: Eine Katze. Pardon, einen Kater. Der sprechen kann! Oh, und eine mysteriöse Unterwasserwelt. Und Gehirne! Genaugenommen Gehirne, die fiesen Maschenschaften ausgeliefert sind. Oder besser gesagt fiesen wissenschaftlichen Machenschaften... Ähm. Na, ihr wisst schon!

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Katze hasst Welt: Lost. Und genervt.

Es gibt Tage, da ist alles kacke. Alles. Auch euer Freund. Der ist nämlich neuerdings euer Ex. Gnah... Genau das ist Katze passiert. Eben noch mit ihrem Panda-Bärchen zusammen, hat sich der kühle Lufthauch der Erkenntnis eingeschlichen, dass "irgendetwas nicht mehr stimmt" zwischen den beiden. Man beschließt, sich eine Weile nicht mehr zu sehen. Nun ja, einer beschließt. Katze nimmt es hin. Katze nimmt so einiges hin.

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CAMP MIDNIGHT: Das Monster in Dir!

Kauft ihr euch auch manchmal Comics, von denen ihr vorher noch nie was gehört oder gelesen habt, euch das Cover aber sympathisch anlacht? Gut, das hier schreit einen zwar eher an als dass es lacht, aber gut. Auf mich als altes Buffy- und Ghostbusters Fangirl wirkt ja grundsätzlich erstmal alles sympathisch, was mit Monstern, Geistern & sonstigem dämonischem Gesocks zu tun hat. Irgendwas stimmt ganz offensichtlich nicht mit mir - aber das ist eine ganz andere Geschichte, hüstl. Diese hier handelt jedenfalls vom CAMP MIDNIGHT. Hammer Überleitung, wa? Oha.

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ANYAS GEIST: Der Geist, den ich nicht rief...

Tja, so ist das mit den Geistern... Einmal nicht aufgepasst und aus Versehen am Ouija-Brett gefummelt oder beherzt die zugenagelte Kellertür in der gruseligen Waldhütte aufgesperrt - schon hat man einen Geist an der Backe. Ihr kennt das. Oder man stolpert blindlings in ein Loch im Waldboden, in dem seit 93 Jahren ein Geist auf Besuch wartet. Wie in Anyas Fall! Zum Glück entpuppt der - in dem Fall eine sie! - sich als netter Geist. Aber auch wenn Emily der Geist sehr freundlich ist, freut man sich doch eher so mittel, wenn der beschließt einen fortan auf Tritt und Schritt zu begleiten...

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Heidi, ähh... YIN UND DER DRACHE!

Heidiiii, Heidiii, deine Welt sind die Bergeeeee.... Hach, ich weiß ja auch nicht, aber mich hat beim Anblick des Covers spontan ein wenig Heidi-Feeling angeweht. Gut, hier gibt es weder dunkle Tannen noch grüne Wiesen im Sonnenschein, aber hey! Immerhin ein kleines Mädchen und einen Alm-Öhi. Zumindest scheint der mindestens genauso grummelig zu sein wie das Original. Heidi heißt hier auch Yin. Jaahaa, ok. Eigentlich haben die nix gemeinsam bis auf die Konstellation von kleinem Mädchen und grummeligen Opi. Nun gut, ich seh es ja ein. Achja, wir befinden uns übrigens auch in China. Da ist das sowieso schwierig mit dem Alm-Feeling und dem Bimmeln der Kuhglocken. Aber falls ihr es nicht lassen könnt und jetzt auch in das Heidi-Intro reinhören wollt, ich will euch nicht abhalten: hier. Ohrwurm in 3, 2, 1...  Bitteschön.

Irgendwie lustig, dass man solche Titellieder auch nach gefühlt 50 jahren noch mitsingen kann, oder? Auch ein wenig gruselig... Heidi, Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg sind quasi für immer in meinem Gehirn verankert! Für immer!! Wer weiß, was DA hätte alles sinnvolles gespeichert werden können. Toll. Danke, Heidi!!

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RUMBLE 1:  Kommt eine Vogelscheuche in eine Bar...

Also um eines schonmal vorweg zu nehmen: etwas so schräges wie RUMBLE habe ich schon lange nicht mehr in meine Fingerchen bekommen. Ich bin begeistert! Und verliebt! Hurra! Eine bizarre Geschichte, schräger Humor und originelle Charaktere - DAS erwärmt mein Herzchen ganz doll. Gut, warm ist mir bei dem Wetter zwar eh schon (ich schwitze beim Tippen! Hilfe!!), aber für RUMBLE klebe ich gerne an meinem Schreibtischstuhl und haue für euch eine Review raus. Ich möchte auch gar nicht allzu viel über die Geschichte sagen und spoilern, aber ein paar Kleinigkeiten kann ich verraten...

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LADY KILLER 1: Kill me if you can!

Die späten 50er Jahre. Das waren noch Zeiten! Rauchen im Flugzeug? Völlig normal! Autofahren nach ein paar Whiskey? Klaro! War bis immerhin 1,5 Promille erlaubt. Und ein Sektchen während der Schwangerschaft? Na sicher! Stößchen! Au weia. Da kann man heute nur den Kopf drüber schütteln. Aber hey, schick angezogen waren sie - das muss man ihnen lassen!

Auch Josie Schuller, die adrett gekleidete Protagonistin in LADY KILLER, achtet darauf, dass der Gürtel zu den Schuhen passt! Wahrscheinlich hat sie sogar noch den passenden Lippenstift. Natürlich. Schick wie sie ist, könnte sie am Arm von Leonardo diCaprio in Catch Me If You Can als Hostess flanieren. Wobei der wahrscheinlich auch erstmal hastig einen Whiskey runterkippen würde, wenn er wüsste, WER die hübsche Lady an seiner Seite da wirklich ist. Darf ich vorstellen? Josie Schuller: Liebende Hausfrau, fürsorgliche Mutter von zwei zauberhaften Töchtern, Hunde-Mutti und... Auftragskillerin! 

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EI8HT - Zurück in die Zukunft! Oder Vergangenheit? Gegenwart?! Äh...

Ok. Wir erinnern uns alle an die weisen Worte von Doc Brown aus Zurück in die Zukunft II, nicht wahr? Die lauteten: "Sprich mit niemandem! Fass nichts an! Und versuch, nichts anzusehen!!" Ein sehr kluger Mann, der Doc Brown. Denn was passiert, wenn man das alles NICHT berücksichtigt, wissen wir ja... Und ich sag mal so: da ging es "nur" um einen Sportalmanach! (Hm, auch so ein Wort, dasich sonst nie benutze, nun gut). Und allein der kann ja schon einiges an Schaden anrichten.

In EI8HT hingegen scheinen all diese Tipps... Nun ja. Hat noch keiner was von gehört, so wie das aussieht. Hier hingegen lautet das Motto scheinbar "Mit allen sprechen! Alles anfassen! Sehen und gesehen werden!" Dass sich dadurch Gegenwart, Zukunft & Vergangenheit munter gegenseitig beeinflussen und irgendwann keiner mehr weiß, wer wo was angerichtet hat... Kunststück! Da wäre auch Sarah Connor nicht mehr mitgekommen, ich bin mir sicher. Und nein - nicht die, die singt. Die andere natürlich. Ist klar.

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BÄRENKÖNIG & LOVE: Pocahontas auf Abwegen...

BÄRENKÖNIG

Hach, hier hat man es mit einer dramatischen Geschichte zu tun, die soviel sagt über die Natur. Und Menschen. Und die Natur des Menschen! So, genug philosophiert, ich beruhige mich wieder. Auch wenn das Cover auf den ersten Blick ein wenig an Disney's Dschungelbuch erinnert - hier geht es sehr dramatisch und streckenweise eher düster zu. Erinnert mich von der Stimmung her eher an Mezolith. Und bei dem, was hier los ist, müsste Balu Mogli sowieso die Augen zuhalten... Aber trotzdem gibt es auch immer wieder Momente zum Schmunzeln!

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Wytches & Through the Woods: Knusperhäuschen war gestern!

Hach, Gruselgeschichten und ich sind ja schon seit meiner Kindheit dicke Freunde. Wie so viele Kinder bin auch ich an Sonntagen extra früh aus dem Bett gesprungen um meine Lieblings-Cartoons zu schauen. HÄ? Früher aufgestanden? Am Sonntag?? Um Fernsehen zu gucken??? Wahnsinn. Heutzutage plumpse ich ja eher wie ein nasser Sack aus dem Bett, nachdem ich 500 Mal auf Snooze gedrückt hab. Das waren noch Zeiten damals, hach! Denn während sich Kinder heutzutage japanische Zeichentrickserien reinpfeifen, die mir höchst verdächtig erscheinen epileptische Anfälle auslösen zu können, habe ich in den 90ern neben der Ghostbusters- und Scooby-Doo-Cartoonserie vor allem die Geschichten aus der Gruft geschaut. Und wie innovativ die teilweise damals waren! Die hatten nämlich schon einen nervigen Prinz Charming, lange vor Shrek, toll! 

Heutzutage ist der Gruselgehalt solcher Kinderserien zwar Pillepalle (tatsächlich eingetragens Wort im DUDEN) für mich, aber die Freude an Gruselgeschichten ist geblieben. Nur müssen da jetzt härtere Geschütze aufgefahren werden, um mich zu beeindrucken. Verdammt. Mal gucken, was die vorliegenden zwei Comics können. Gänsehaut, here I come!

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ROVER RED CHARLIE: Die Welt geht vor die Hunde

Oha, DAS nenne ich mal eine interessante Mischung: Horror und Hunde. Quasi Hunde-Horror. Denn was die drei Hunde Rover, Red und Charlie hier erleben müssen, ist tatsächlich ein einziger Alptraum. Hier geht es ans Eingemachte, da wird erstmal nix ausgelassen: Mord & Totschlag, Selbstmord all over, Kannibalismus & sogar Sodomie werden hier thematisiert. Puh, harter Tobak.

Gut, dass Garth Ennis (Schöpfer der Crossed-Reihe) hier keine Gute-Nacht-Geschichten erzählt, war mir auch klar. Aber das hier nimmt einen dann doch sehr mit. Also auf keinen Fall was für Kinder! Wirklich nicht. Die schlafen dann nur schlecht und dann ist das Geheule groß. Bei mir übrigens auch, denn am Schluß musste ich ein Tränchen verdrücken... Huh! Aber es gibt auch heitere Momente. Ich versprech's!

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I hate Fairyland: Psycho-Gertrude im Wunderland

She's coming... Der Schrecken aller Einhörner, Glücksbärchis und Feen! Der Untergang der Flauschigkeit! Wenn Einhörner nicht schon längst ausgestorben wären, SIE hätte sie eigenhändig erwürgt und Pferdewurst aus ihnen gemacht. Ach was, gleich roh verputzt und Regenbögen gekackt.

Alice, Dorothy oder der kleine Prinz hätten nach einem Ausflug mit ihr gleich eine Therapie bei Dr. Harleen Quinzel beantragen können, denn sie ist der Slasher unter den Wunderland-Touristen: GERTRUDE. 

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Saga: Quer durch die Galaxie und dann links

Das Leben, das Universum und der ganze Rest, gemischt mit vielen absurden und grandiosen Ideen, einer Prise Star Wars und Herr der Ringe und Tadaaa: heraus kommt Saga! Oder 42. Je nachdem.

 

Warum ich hier mit Douglas Adams um die Ecke komme? Weil Saga genau wie Per Anhalter durch die Galaxis eine Wundertüte an bekloppten Ideen, überraschenden Wendungen und einer spannenden Geschichte ist. Gut, sie fängt erstmal simpel an, ein bißchen Romeo und Julia im Weltall: Alana und Marko gehören zwei verfeindeten Staaten und dazu auch noch Spezies an, verlieben sich trotzdem ineinander und fliehen gemeinsam. Hach, wat romantisch. Um bei Romeo und Julia zu bleiben: Die Capulets sind in unserem Fall Flügelwesen und die Montagues Männer mit feschen Hörnern. (Ha! Jetzt hab ich auch mal total kulturell wertvoll einen Verweis auf klassische Literatur in einer Comic-Rezension gebracht, bäm! Nimm das, Shakespeare!)

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Paper Girls 1: The long Halloween

Ich weiß ja nicht, wer von euch als Ferien- oder Nebenjob schonmal Zeitungen ausgetragen hat, aber das ist kein Zucker schlecken! Wirklich nicht. Und Scheiß auf den frühen Vogel, in der Pubertät will man morgens schlafen! Stattdessen muss man sich in aller Herrgottsfrühe (das Wort habe ich tatsächlich noch nie geschrieben, hühü!) aus seinem muckelig warmen Bettchen quälen, draußen ist es meist kalt und dunkel - und wenn DANN noch Aliens in der Stadt einfallen, na dann gute Nacht! Da wünscht man sich doch glatt, im Bett geblieben zu sein. ICH hab jedenfalls in der Schulzeit mal Zeitungen ausgetragen, oder besser gesagt ausgefahren und kann ein Lied davon singen. Einmal bin ich sogar so schlaftrunken mit meinem Prospektestapel aus dem Haus getorkelt, dass mir erst auf der Hälfte der Strecke aufgefallen ist, dass ich zwei unterschiedliche Turnschuhe angezogen hatte - einen roten und einen braunen. Hüstl. Fast schon Harley Quinn-Style - leider nur fast. Und leider nicht mal halb so lässig. Passiert. Aber wenigstens musste ich mich nicht mit Aliens rumschlagen.

 

Die vier Mädels im ersten Sammelband von Paper Girls sind da im Gegensatz zu mir echte Profis - haben alle die richtigen Schuhe an, fahren coole Fahrräder und haben sogar Walkie Talkies. Hallo? Wie cool ist das denn? Achso, wir schreiben übrigens das Jahr 1988. Da sind Walkie Talkies mega cool! Und pubertierende Jungs genauso doof wie immer. Kleiner Spaß! Oder besser gesagt: die doofen Jungs aus der Nachbarschaft sind für unsere Girls noch das geringste Übel in dieser Nacht. Und die verschwinden wie so viele andere Jugendliche sowieso quasi von selbst. Sie verpuffen förmlich. Zu allem Überfluss ist nämlich auch noch die Nacht nach Halloween und unsere tapferen Mädchen merken schnell, dass etwas faul ist in ihrer Kleinstadt.

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